Fatale Beziehungsfehler von

Diese 5 Verhaltensweisen
zerstören jede Beziehung

Paar im Streit © Bild: iStockphoto.com

Marcey Rizzetta arbeitet an der Yale University, ist Therapeutin und geschieden. In ihrem auf "Elite Daily" veröffentlichten Blog verrät sie, welche Verhaltensweisen ihre Ehe zerstört haben. Folgende Tipps gibt sie Frauen mit auf den Beziehungsweg.

1. Versuchen Sie nicht, ihn zu ändern

Der Therapeutin zufolge handelt es sich hier möglicherweise um den häufigsten Beziehungskiller, dem Frauen anheimfallen. "Weil es in unserer Natur liegt", so ihre Begründung. Aber mal ganz ehrlich: Sie haben sich für Ihren Partner entschieden. Warum wollen Sie ihn jetzt ändern? Klar. In einer Beziehung entwickelt man sich weiter. Doch das ist ein beidseitiger Prozess. Wer meint, die Entwicklung sei eine rein einseitige und darüber hinaus von der Frau initiierte, der irrt. Daher: Nehmen Sie Ihren Partner, wie er ist. Und sagen Sie ihm, was Sie an ihm lieben. Damit schlagen Sie gewissermaßen zwei Fliegen mit einer Klappe: Sie tragen dazu bei, dass er sich gut fühlt, und steigern über kurz oder lang die Wahrscheinlichkeit, dass er gerade diese Eigenschaften oder Verhaltensweisen vermehrt an den Tag legt.

2. Versuchen Sie nicht, ihn zu kontrollieren

"Wir müssten nicht streiten, wenn Du gleich tätest, worum ich Dich bitte." Kommt Ihnen dieser Satz vertraut vor? Rizetta zufolge geht er Hand in Hand mit dem Versuch, den Partner zu kontrollieren. Was allerdings lediglich zur Folge hat, dass er das, was sie ihm zu verbieten versucht, hinter ihrem Rücken tut. Kontrolle ist demnach nicht die Lösung, vielmehr ist sie oft das Problem. Und der Therapeutin zufolge nicht gerade ein attraktiver Wesenszug. Was unserer Meinung nach aber noch viel wichtiger ist: Wer den starken Drang verspürt, seinen Partner auf Schritt und Tritt zu kontrollieren, sollte einmal der Ursache auf den Grund gehen. Nur so lässt sich das Problem über kurz oder lang lösen.

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3. Geizen Sie nicht mit Sex

Männer wollen immer und können auch ohne sich emotional auf den Partner einzulassen ganz gut. Frauen dagegen fällt es leicht, ihm genau das nicht zu geben, was er will. Entweder weil es an emotionalem Tiefgang mangelt oder weil sie schlicht und einfach sauer auf ihn ist. So die These der Therapeutin, deren Rat folgender ist: Geizen Sie nicht mit Sex. Im Gegenteil. Geben Sie ihm genau das, was er will, dann bekommen Sie auch seine emotionale Zuwendung. Wobei sie hier nicht von halbherzigem Sex spricht. Vielmehr fordert sie die Frauen auf, aus sich herauszugehen und ihm etwas zu geben, "woran er den Rest des Tages denken wird". Ob das jedoch der Weisheit letzter Schluss ist? Die Frau soll ja nicht zu einer Sexmaschine degradiert werden, nur um zu bekommen, was ohnehin beiden Partnern zuteil werden sollte: Aufmerksamkeit und emotionale Zuwendung. Möglicherweise zäumt die Therapeutin das Pferd doch von der falschen Seite auf.

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4. Lassen Sie sich nicht gehen

Frauen sind - nach wie vor - doppelt und dreifach gefordert: Job, Haushalt und Familie. Da kann es schnell passieren, dass man sich gehen lässt. Dabei ist es der Therapeutin zufolge so wichtig, sich hübsch zu machen. Nicht für ihn, sondern für sich selbst. Denn wenn man mit seinem Äußeren zufrieden ist und vielleicht sogar das eine oder andere Kompliment bekommt, fühlt man sich unweigerlich besser, egal, wie miserabel der Tag war. Die gute Stimmung wiederum schlägt sich positiv in der Beziehung nieder. Rizzetta empfiehlt daher einen täglichen Besuch auf Pinterest. Hier solle man sich über die aktuellen Frisur- und Modetrends informieren. Okay, ein gepflegtes Äußeres ist gut und wichtig. Aber man kann es auch übertreiben ...

5. Mischen Sie sich nicht in seine Familienangelegenheiten ein

Die Schwiegermutter nervt und möglicherweise sind sogar Sie Ziel ihrer verbalen Attacken. Was tun? Lauthals protestieren und sich verteidigen? Lieber nicht. Rizzetta rät, sich dezent im Hintergrund zu halten und ihn das regeln lassen. Die Gefahr, zum familiären Staatsfeind Nummer eins zu avancieren, wäre zu groß. Ebenso wenig empfiehlt es sich, ihm unter die Nase zu reiben, wie fürchterlich Sie seine Verwandtschaft finden. Erstens sucht man sich seine Familie für gewöhnlich nicht aus und zweitens hat er es, sollte sie tatsächlich so unausstehlich sein, vermutlich ohnehin schon selbst gemerkt. Die Therapeutin warnt: Stellen Sie sich niemals zwischen ihn und seine Familie. Der Schuss könnte nach hinten losgehen.

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Alles in allem sei es leicht, auf die Fehler des Partners zu schauen. Doch nur, wer auf seine eigenen Gefühle, Gedanken und Verhaltensweise fokussiert, kann wirklich etwas an einer Situation verändern, mit der man nicht zufrieden ist. Sollte die Beziehung trotz aller Bemühungen in die Brüche gehen, können Sie sich immerhin nicht vorwerfen, Sie hätten nicht alles Menschenerdenkliche getan, um sie zu retten. Und, so schließt die Therapeutin wohl mit einer gehörigen Portion Humor, die Schuld getrost ihm in die Schuhe schieben.

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