Nicht gern gesehen von

Die häufigsten Fehler bei Bewerbungsgesprächen

Welche Verhaltensweisen Sie den Job kosten und wie Sie es besser machen

Bewerbungsgespräch © Bild: Thinkstock

Vorstellungsgespräche sind ein wahres Minenfeld. So viele Fragen, so viele Stolpersteine, so viele Möglichkeiten, etwas falsch zu machen. Ein Fehler wird besonders häufig gemacht und kann Ihnen schnell den Job kosten: sich unter Wert zu verkaufen.

Bei einem Bewerbungsgespräch heißt es, sich gut zu verkaufen. Doch genau damit haben viele ein Problem. Seine eigenen Vorzüge anpreisen? Mit Selbstbewusstsein den möglichen neuen Chefs gegenüber treten? Das fällt vielen, eigentlich gut qualifizierten Jobsuchenden schwer. Deshalb raten immer mehr HR-Manager, sich in Sachen Selbstmarketing zu üben. Der Unterschied zwischen einem selbstbewusst auftretenden und einem übertrieben selbstverliebten Bewerber ist dabei eine Dosis Realismus. Wer sich selbst realistisch einschätzt und in Szene setzt, wird nie abgehoben rüberkommen.

Informieren Sie sich!

Ein weiteres Problem: wenn Kandidaten zu wenig über das Unternehmen, für das sie sich bewerben, wissen. Sich im Vorfeld des Bewerbungsgesprächs intensiv mit der Firma auseinanderzusetzen, ist für Personalchefs ein Zeichen für Professionalität und Engagement. Erkundigen Sie sich über die Geschichte, was in den Medien aktuell über das Unternehmen geschrieben wird und wer die Entscheidungsträger sind. Auch Wissen über Beteiligungsverhältnisse und Gehaltsniveau zahlt sich aus.

Wohin soll die Reise gehen?

Ein Fehler, der mit dem mangelnden Selbstmarketing Hand in Hand geht, ist außerdem das Fehlen detaillierter Vorstellungen. Wer ohne ausformulierte Ziele, Wünsche und Pläne in ein Gespräch kommt, schadet sich selbst. Viele Arbeitssuchende empfinden es als unverschämt, bereits genau zu wissen, was man verdienen möchte und wo die berufliche Reise hingehen soll. Wer offensichtlich mit beiden Beinen im Leben steht und für seine Vorstellungen auch Verantwortung übernimmt, wirkt auf HR-Manager jedoch wesentlich attraktiver als jemand, der in Sachen Geldvorstellungen aus falsch verstandener Höflichkeit mit "Das hab ich mir noch nicht genau überlegt" antwortet. Es geht jedoch nicht nur um Gehalt oder Karrierewünsche: Erklären Sie auch, welche Fortbildungen Sie planen oder wie Sie die freie Stelle anlegen und entwickeln wollen.

Üben, üben, üben

Wichtig: gehen Sie nicht davon aus, dass es ausreicht, wenn Ihre Qualifikationen in Bewerbungsschreiben und Lebenslauf angeführt sind. Es ist anzuraten, auch im Gespräch auf spezielle Aspekte, Ausbildungen oder Erfahrungen hinzuweisen, durch die Sie sich Ihrer Meinung nach für den Job eignen. Vor dem Gespräch heißt es für Bewerber üben, üben, üben. Freundlich, höflich, aber bestimmt und von sich selbst in einem gesunden Maße überzeugt sollte man sich und seine Qualifikationen präsentieren.

Wichtige Feinheiten

Entscheidende Details sind außerdem Pünktlichkeit (seien Sie immer möglichst eine Stunde vor dem Termin bei der Firma und gehen Sie noch auf ein Getränk, um Ihre Gedanken zu sortieren und sich mental vorzubereiten), das Handy abzudrehen, nicht zu knapp und nicht zu lange zu antworten und immer Augenkontakt zu halten.

Kommentare