Betrunkener Lkw-Fahrer von

Ungar mit 2,14 Promille gestoppt

Ungarischer Lenker fiel Behörden auf Westautobahn durch seine Fahrweise auf

Betrunkener Lkw-Fahrer - Ungar mit 2,14 Promille gestoppt © Bild: apa/Hochmuth

Er war betrunken, saß hinterm Steuer seines Pkw und geriet in eine Polizeikontrolle. Einzig logischer Schluss für den 20-jährigen Obersteirer: Flucht. Und das bis zum Letzten: Erst nachdem sich durch mehrmaliges Touchieren bereits die Reifen von seinem Wagen gelöst hatten und der 20-Jährige schließlich auf den Felgen weiterfuhr, gab er auf.

Beim Alkotest wehrte er sich so heftig gegen die Beamten, dass er unter Anwendung von Körperkraft festgenommen werden musste. Der Test auf der Polizeiinspektion Rottenmann (Bezirk Liezen) ergab 1,6 Promille. Seine 16 Jahre alte Beifahrerin blieb bei der Wahnsinnsfahrt unverletzt.

Mit 180 km/h durchs Ortsgebiet
Die Geschichte ereignete sich folgendermaßen: Gegen 4.30 Uhr wollten Polizisten bei dem Pkw-Lenker aus dem Bezirk Liezen im Ortsgebiet von Rottenmann eine Lenker- und Fahrzeugkontrolle durchführen. Als der Fahrer die Beamten bemerkte, trat er aufs Gas und versuchte mit 180 km/h zu entkommen. Dabei rammte er im Rottenmanner Kreisverkehr der B113 einen Stahlpflock und touchierte eine Leitschiene.

Auto zerfällt während Flucht
Trotz massiver Beschädigungen am - nicht zum Verkehr zugelassenen - Auto setzte er seine Fahrt in Richtung Selzthal fort. Dabei lösten sich auf mehreren Kilometern verteilt beide Vorderreifen sowie etliche Karosserieteile. Schließlich war der 20-Jährige nur noch auf Felgen unterwegs, als er nach insgesamt elf Kilometern im Ortsgebiet von Selzthal aufgeben musste: einerseits wegen der massiven Fahrzeugschäden, andererseits war er in eine Sackgasse geraten.

Mann gestoppt, Führerschein weg
Nach seiner Festnahme und dem positiven Alkotest war der junge Mann seinen Führerschein auf der Stelle los, zudem wurde er wegen mehrerer Delikte angezeigt. Laut Polizei war auch noch zu klären, wie der Mann zu den Kennzeichen gekommen war, die er an seinem Auto montiert hatte. Laut Akten gehören diese nämlich zu einem anderen Pkw, so die Polizeiinspektion Trieben.

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