Best of Kärnten

Wandern auf der Südseite der Alpen

  • Bild 1 von 8 © Bild: Irene Hanappi
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Bei Temperaturen so um die 36 Grad hilft kaum mehr was – weder Ventilator noch kaltes Fußbad. Selbst die Eiswürfel im Glas schmelzen, bevor man daran genippt hat. Wie schön muss es sein, auf 1.800 m Seehöhe, dort wo Gletscher einem ganz nah sind und immer ein kühles Lüfterl weht, dahinzuwandern auf blumenübersäten Almen, vorbei an Gebirgsseen, sprudelnden Wildbächen und rauschenden Wasserfällen. Drunten im Tal wie das strahlende Auge der Landschaft – ein See! Pfade entlang von Wasserläufen – die hat es immer schon gegeben. Jetzt aber führt der 2013 neu errichtete Alpe-Adria-Trail sie erstmals zusammen. Das Angenehme daran: Der Trail folgt dem Wasser in seinen unterschiedlichsten Formen – vom ewigen Eis des Pasterzengletschers in Heiligenblut bis hin zum Meer in Muggia bei Triest. Und immer bietet sich eine Erfrischung bzw. Abwechslung an.

Kärnten wäre nicht Kärnten, gäbe es nicht an jeder Wegbiegung einen See. Wandern und Wassersport lassen sich hier ohne großen Aufwand kombinieren. Zum Beispiel: Am Vormittag eine Tour in der Region Bad Kleinkirchheim oder den Nockbergen und am Nachmittag Kajaking am Feldsee. (Eines ergänzt das andere. Die schwungvolle Bewegung mit dem Paddel bringt andere Muskelgruppen zum Einsatz als das Wandern.) Oder: Morgens mit der Gondel auf die Madritsche am Nassfeld, dort den Aqua Trail entlangspazieren und für die Mittagsrast ein stilles Plätzchen am nahe gelegenen Pressegger See suchen. Oder: Gleich in der Früh Aufstieg zur Alexanderhütte und am Nachmittag im Naturbad am Millstätter See die Abendsonne genießen und beim Schwimmen den Rücken entspannen.

© Georg Khittl

Auch der kulinarische Teil dieses „Programms“ folgt dem Berg&See-Prinzip. Da wäre zuerst einmal der Gailtaler Käse – den gibt’s in der frischen, leichten Ausführung mit wildem Thymian oder Knoblauch verfeinert. Und es gibt ihn in der „gereiften Form“. Seine Würze erlangt er durch die vielen Gräser und Kräuter. Wer je im Nationalpark Hohe Tauern die wild wachsenden Walderdbeeren gekostet hat, bekommt eine Ahnung davon, wie intensiv das Grünfutter der Kühe in dieser Gegend schmeckt. Etwas ganz Besonderes und EU-geschützt ist der Gailtaler Speck, den der Gailtal-Bauer in Kirchbach seinen Gästen immer in den Picknickkorb packt. Der „Kärntna Låxn“, eine Seeforelle aus dem Feldsee – er wird kärntnerisch mit å geschrieben und „Loxn“ ausgesprochen –, war lange vom Aussterben bedroht. Jetzt feiert er sein Comeback als echte Spezialität der Kärntner Alpen-Adria-Küche.

© Georg Khittl
© Georg Khittl

www.berglust.at
www.alpe-adria-trail.com
www.nassfeld.at
www.badkleinkirchheim.at
www.nockberge.at
www.nationalpark-hohetauern.at

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