Beschuldigter Elsner: Voll transportfähig! Gutachter: "Überstellung nach Wien möglich"

Der ehemalige Bawag-Generaldirektor ist nicht so krank, wie seine Anwälte behaupten.

Beschuldigter Elsner: Voll transportfähig! Gutachter: "Überstellung nach Wien möglich"

Experten beweisen: Ein Transport im Ambulanzjet wäre völlig gefahrlos möglich. Elsners medizinische Experten: Die Gutachten seiner Ärzte lesen sich schlimmer, als sie wirklich sind.

Der Gesundheitszustand seines Mandanten sei katastrophal, teilte Helmut Elsners Anwalt Wolfgang Schubert dieser Tage via APA den Medien mit. Der Ex-Bawag-Chef sei in der Vorwoche wegen gravierender Herzprobleme neuerlich in die Marseiller Universitätsklinik La Timone eingeliefert worden – der französische Generalstaatsanwalt Bertrand Charpentier habe sogar die vom Höchstgericht beschlossene Auslieferung nach Österreich „auf unbestimmte Zeit suspendiert“. Französische Ärzte hätten dem 71-jährigen Elsner ein „Aufregungsverbot“ (© „Salzburger Nachrichten“) erteilt – er dürfe an die Bawag nicht einmal denken, sagt Anwalt Schubert.

Wie krank ist Helmut Elsner wirklich? Elsner ist 71, er war in früheren Jahren Raucher, seine Blutfettwerte sind etwas erhöht, er leidet – zumindest zeitweise – unter Bluthochdruck und wegen drohender Untersuchungshaft unter negativem Stress. Nach medizinischen Kriterien liegen also Risikofaktoren für eine Herzkrankheit vor. Das ist Fakt.

Als im Sommer 2006 durchsickerte, dass die Staatsanwaltschaft Wien eine Milliardenanklage vorbereitet, ließ sich Elsner von französischen Ärzten untersuchen. NEWS exzerpiert im Folgenden wertfrei die vorliegenden Befunde. Im rechts stehenden Kasten werden sie von einem erfahrenen Kardiologen interpretiert.

Den ersten Befund erstellte der Kardiologe Serge Assouline am 28. August 2006. Auszugsweise heißt es darin: „Der unterzeichnete Arzt … bestätigt, Hrn. Elsner, geb. 12. 5. 1935, untersucht zu haben. Der kardiovaskuläre Gesundheitszustand des Patienten erfordert absolute Ruhe. Jeder Ortswechsel … ist für einen Monat kontraindiziert, außer im Fall von Komplikationen. Diese Feststellungen ergeben sich aufgrund von ergänzenden Untersuchungen am Institut Arnaud Tzanck in St. Laurent du Var Cedex.“

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