Berlinale 2012 von

Max von Sydow – Sir der Leinwand

83-Jähriger stellt 9/11-Drama „Extrem laut und unglaublich nah“ bei Filmfest vor

Berlinale 2012 - Max von Sydow – Sir der Leinwand © Bild: TV-MEDIA

Er ist wahrlich eine Ikone der Leinwand, und mit 83 Jahren einer der ältesten noch aktiven Vertreter Hollywoods: Max von Sydow. Der große Schauspieler hat in Filmen mitgespielt, die das Kino des 20. Jahrhunderts entscheidend prägten – von „Wilde Erdbeeren“ über „Der Exorzist“ bis zu „Quo Vadis“. Dabei scheint von Sydow trotz seines Alters immer noch nicht ans Aufhören zu denken wie er gerade bei der 63. Berlinale bewiest. Hier nämlich stellt der Schwede mit den deutschen Wurzeln seinen neuen Film, das 9/11-Drama „Extrem laut und unglaublich nah“ (Österreichstart: 18. Februar) vor.

In der Verfilmung (Regie: Steven Daldry) des gleichnamigen Jonathan Safran Foer Romans begibt sich der neunjährige Oskar (Thomas Horn), der seinen Vater (Tom Hanks) bei den Terroranschlägen auf das World Trade Center verloren hat, auf eine phantastische und abenteuerliche Reise durch New York. Mit an seiner Seite: Max von Sydow als stummer Untermieter mit einem dunklen Geheimnis.

Eine Rolle, für die Mime, der gerne wegen seiner tiefen, knorrigen Stimme besetzt wird, mit einer Oscar Nominierung bedacht wurde – und die er sichtlich genossen hat, wie er beim Gespräch mit tv-media im Luxushotel De Rome am Gendarmenmarkt gut gelaunt verrät: „Wenn man seine Gefühle nicht in Worten ausdrücken kann, dann kann man sich nur noch auf Mimik und Gestik verlassen. Es hat mir sehr viel Spaß gemacht einmal nicht meine Stimme einsetzen zu können.“

Wie hat sich das Kino für den Schauspieler, der 1949 (!) in seinem ersten Film mitwirkte, verändert? „Unsere Arbeit ist nach wie vor die gleiche. Doch was sich wirklich vollkommen gewandelt hat, ist die Technik. Und ich muss ihnen gestehen, dass ich damit nichts mehr anfangen kann: Diese grünen Leinwände vor denen du spielen musst, damit im Computer ein künstlichen Hintergrund erschaffen werden kann – ich glaube für so etwas bin ich dann doch schon zu alt.“