Berlinale 2012 von

Bärenspiele an der Spree

Anziehungskraft auf die großen Namen der Filmwelt ist trotz Kälte ungebrochen

Berlinale 2012 - Bärenspiele an der Spree © Bild: TV-MEDIA

400 Filme in zehn Tagen, 18 Beiträge im Wettkampf um den begehrten Goldenen Bären, mehr als 12.000 Fachbesucher aus aller Welt, und zehntausende Kinofans – die Berlinale ist ohne Zweifel eines der größten und beliebtesten Filmfestivals der Welt.

Und gerade heuer, in ihrer bereits 62. Ausgabe, zeigen die cineastischen Festspiele, dass ihre Anziehungskraft auf die großen Namen der Filmwelt, trotz der sibirischen Temperaturen die dieser Tage in der deutschen Hauptstadt herrschen, ungebrochen ist. Angelina Jolie, Billy Bob Thornton, Meryl Streep, Mads Mikkelsen, Robert Pattinson, Uma Thurman, Clive Owen – sie alle werden in den kommenden Tagen an die Spree reisen.

Eingeläutet wurden die Bärenspiele Donnerstag Abend mit dem französischen Königsdrama „Les adieux à la Reine“ („Lebwohl meine Königin“). Am Red Carpet vor dem Berlinale Palast sonnten sich neben Wettbewerbs-Jurymitgliedern Jake Gyllenhaal und Charlotte Gainsbourg vor allem die Stars des deutschsprachigen Kinos im Blitzlichtgewitter der Fotografen – von Mario Adorf und Iris Berben über Nina Hoss und Veronica Ferres bis zu Jürgen Vogel und Birgit Minichmayr, die hier ihren neuen Film „Gnade“ vorstellt.

Doch Österreich war an diesem ersten Berlinale-Abend nicht nur am Roten Teppich präsent. So war der Eröffnungsfilm der renommierten Panorama-Reihe made in Austria. In „Kuma“ beleuchtet Regisseur Umut Dag die komplexen Beziehungen innerhalb einer türkischen Großfamilie in Wien, und wurde für seinen berührenden und hervorragend gespielten Debütfilm vom Premierenpublikum mit begeistertem Applaus bedacht. Bei der anschließenden Party feierten Darsteller und Crew, gemeinsam mit österreichischer Filmprominenz wie Bildvisionär und „Atmen“-Kameramann Martin Gschlacht, in der In-Bar „HomeBase“ bis in die frühen Morgenstunden.