Berittene Polizei von

Risiko: Pferde
im Polizeieinsatz

Berittene Polizei - Risiko: Pferde
im Polizeieinsatz © Bild: apa/dpa/Jochen Lübke

Pferde seien laut Tierschützern ungeeignet für Polizeieinsätze. Sie warnen vor Tierquälerei und Risken für Menschen.

Pferde haben als hochsensible Fluchttiere bei Polizeieinsätzen nichts verloren. Darauf wies die Tierschutzorganisation "Vier Pfoten" als Reaktion auf die neuerlich aufgetauchte Idee hin, in Wien eine berittene Polizei zu schaffen. "Vier Pforten" ortet auch einen potenziellen Verstoß gegen das Tierschutzgesetz.

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Risken für Menschen

Jede Dressur in Richtung Polizeieinsatz widerspreche einer artgemäßen Haltung, da der natürliche Fluchtinstinkt der Tiere in vielen Situationen zwangsläufig unterdrückt werden müsse, hieß es am Dienstag in einer Aussendung von "Vier Pfoten". Ein Tier ungerechtfertigt in schwere Angst zu versetzen, wie es unweigerlich bei der Dressur passieren würde, falle eigentlich unter Tierquälerei und ist verboten.

Risken bestünden auch für Passanten, warnte die Tierschutzorganisation. Denn in Stresssituationen könnte nicht immer ausgeschlossen werden, dass Pferde trotz guter Ausbildung außer Kontrolle geraten und Menschen überrennen. Das Verletzungsrisiko für Menschen sei dabei recht hoch.

» Pferde sollten nicht in der Stadt und schon gar nicht bei Polizeieinsätzen dabei sein«

Auch der Verband "pro-tier" äußerte sich kritisch zu möglichen Plänen, Pferde für den Polizeieinsatz zu nutzen. „Es ist unverständlich, warum die FPÖ, die sich bisher sogar für bessere Bedingungen für Fiakerpferde eingesetzt hat, nun noch mehr der Tiere in die Stadt bringen will. In einer hektischen Großstadt wie Wien gibt es viele potentielle Stresssituationen, es ist niemals ausgeschlossen, dass doch eines der Tiere durchgeht und dabei sich selbst oder andere verletzt. Pferde sollten nicht in der Stadt und schon gar nicht bei Polizeieinsätzen dabei sein.“

Kickl prüft berittene Polizei "wohlwollend"

Mit der Übernahme des Innenministeriums durch die FPÖ dürfte die Diskussion um die berittene Polizei in Wien neuen Schwung erhalten.
"Innenminister Herbert Kickl wird das Projekt wohlwollend prüfen lassen", bestätigte der Sprecher des Ministers, Christoph Pölzl.

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