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Bericht: Mehrere westliche Staaten forschten an Nervengift Nowitschok

Dabei ging es offenbar um Schutzprogramme

An dem bei der Vergiftung des russischen Ex-Doppelagenten Sergej Skripal in Großbritannien eingesetzten Nervengift Nowitschok ist einem Medienbericht zufolge auch in den USA, Großbritannien, den Niederlanden und in mindestens einem weiteren westlichen Staat geforscht worden. Dabei sei es allerdings um Schutzprogramme gegangen, berichtete der "Spiegel" laut einer Vorabmeldung vom Freitag.

Um Gegenmittel entwickeln zu können, sei es notwendig, Nowitschok-Substanzen zu produzieren. Ein Diplomat der Ständigen Vertretung der USA bei der Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW) habe laut einer US-Depesche von 2006 den Verbündeten versichert, sein Land würde Nowitschok "nicht entwickeln und auch keine Waffe daraus herstellen", heißt es in dem Bericht.

Mit dem Nervengift wurden Anfang März im englischen Salisbury der ehemalige russische Doppelagent Sergej Skripal und seine Tochter Julia vergiftet. Der Westen wirft Russland vor, für den Anschlag verantwortlich zu sein. Moskau bestreitet das entschieden. Der Anschlag löste eine diplomatische Krise aus. Viele westliche Staaten und Russland reagierten mit der Ausweisung von Diplomaten.

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