Benni Raich - der neue Maier. Vom Slalom- spezialisten zum perfekten Allrounder

Mit dem 30. Weltcupsieg ist der 29-jährige Pitztaler in der ewigen Bestenliste bereits die Nummer 2

Benni Raich - der neue Maier. Vom Slalom- spezialisten zum perfekten Allrounder

Es war die Show des Benni Raich: Beste Zeit im ersten Lauf, drittschnellste im zweiten, überlegener Sieg im Slalom von Bad Kleinkirchheim, Weltcup-Gesamtführung. Mit dem 30. Triumph seiner Karriere überholte er in der ewigen Bestenliste der österreichischen Weltcupsieger Stephan Eberharter (29). Nur noch Hermann Maier mit 53 Siegen rangiert vor dem 29-jährigen Pitztaler. Statistiken bedeuten Raich angeblich nichts, doch selten hat man ihn im Ziel so strahlen gesehen.

Sieganwärter in allen Disziplinen. Die Zahl 30 wird wohl kaum das Wochenende überdauern. Längst gilt der Techniker auch als Sieganwärter in den schnellen Disziplinen: Nach Rang zwei in Lake Louise und Rang fünf in Beaver Creek geht der Tiroler am Freitag, 14. 12., in Gröden (12.10 Uhr, ORF) erstmals als Super-G-Leader an den Start. Am Sonntag und Montag in Alta Badia stehen seine Paradedisziplinen Riesentorlauf (9.40 Uhr / 12.40 Uhr) und Slalom (9.55 Uhr / 12.55 Uhr) an. Die Gröden-Abfahrt steht dieses Mal nicht auf dem Programm. Nicht, weil er die Königsdisziplin abgeschrieben hätte: „Dass ich bald einmal in der Abfahrt vorne hineinfahren werde, das glaube ich nach wie vor ganz fest.“

Softes Image, hart im Nehmen. Rennpausen wie diese gesteht er sich ohnehin selten zu. Nicht umsonst schwärmen seine Trainer über die Top-Verfassung des Pitztalers. „Er verkraftet viele Rennen und viel Training, sowohl körperlich als auch mental“, sagt ÖSV-Chefcoach Toni Giger, der einst Raichs Talent zum Allrounder entdeckte. Schwere Stürze, etwa als er vor drei Jahren in Garmisch auf eine Eisplatte gekracht war, haben keine dauerhaften Schäden hinterlassen. Sollten Raich Schmerzen plagen, was nach elf Weltcup-Jahren nicht verwunderlich wäre – die Öffentlichkeit wird er nie informieren. Giger: „Der schüttelt sich ab und sagt, das passt schon wieder.“
Schwere Niederlagen, wie der Ausfall in der Kombination, als er bei den Olympischen Spielen in Turin bereits Gold vor Augen hatte, nimmt er professionell. Wo sich andere verdrücken, stellt sich Raich den Journalisten. Wutausbrüche, Starallüren? Fehlanzeige. „Für manche wirke ich vielleicht zu brav“, so Raich, nachdem ihm der enttäuschende zweite Rang bei der Wahl zu Österreichs Sportler des Jahres 2005 nachdenklich gemacht hatte. Immerhin hatte er damals bei der WM in Bormio fünf Medaillen geholt.

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