Bello im Emergency Room

Bello im Emergency Room

Für Hund und Katz. Immer mehr Tierbesitzer sind bereit, für das Wohl ihres Vierbeiners Tausende Euro zu zahlen. NEWS live dabei. Von Akupunktur bis Reha-Zentrum: Tier- & Humanmedizin sind sich heute ähnlicher denn je.

Hier haben wir die Leber, weiter vorn liegt die Milz, und dort unten sind auch schon die Eierstöcke“, sagt Thomas Czedik-Eysenberg. Gezielt steuert der Tierarzt eine Knopflochkamera durch die Bauchhöhle von Boxerhündin Jessie, die narkotisiert auf dem Operationstisch der Tierklinik Rodaun im 23. Wiener Gemeindebezirk liegt.

Dem sieben Monate alten Tier werden die Eierstöcke und ein Teil der Gebärmutter entfernt – präventiv, um spätere schmerzvolle Erkrankungen zu vermeiden. „Vor ein paar Jahren noch wäre eine solche Kastration eine größere Operation gewesen“, erklärt der erfahrene Tierdoktor, „da bei der alten Methode dem Hund der Bauch ziemlich weit aufgeschnitten werden musste.“ Heute aber reichen drei winzige Löcher. Durch das erste wird eine Mikrokamera eingeführt, welche hochauflösende Bilder direkt aus dem Bauch des Tieres auf den angeschlossenen Bildschirm überträgt. Die 550 Euro teure Operation selbst erfolgt dann mittels Mini-Instrumenten, mit denen durch die beiden anderen Löcher hantiert werden kann.

Ein kleiner Eingriff, der schon nach zwanzig Minuten erfolgreich abgeschlossen ist. Jessie, die rasch aus der Narkose erwacht, kann noch am selben Tag zu ihrem „Frauchen“ nachhause, und ebendieses muss sich nicht fürchten, dass der Hündin beim Springen oder Schlecken die Nähte aufplatzen. „Aufgrund der winzigen Wunden wird sich der Hund bereits am nächsten Tag völlig normal bewegen können“, erläutert Czedik-Eysenberg. Er ist der Pionier, der die als Laparoskopie bezeichnete, sanfte Operationsmethode erstmals bei Tieren anwandte: „Wir haben sie uns, wie so vieles andere auch, bei der Humanmedizin ausgeborgt und für das Tier adaptiert.“

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