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Vorsicht, Geldstrafen!

Italien, Kroatien und Griechenland - die wichtigsten Reisetipps vom ÖAMTC

Reiseziel © Bild: Thinkstock/Hemera

Hohe Strafen für Alko- und Temposünder in Italien, Änderungen für Reisende durch EU-Beitritt Kroatiens und ungetrübte Urlaubsstimmung in Griechenland: Der ÖAMTC liefert die wichtigsten Infos rund um drei der beliebtesten Urlaubsländer der Österreicher.

Laut ÖAMTC-Reisemonitoring – einer repräsentativen Umfrage mit 800 Telefoninterviews zu den Urlaubsplänen der Österreicher – planen 15 Prozent eine Reise nach Italien, zwölf Prozent zieht es heuer nach Kroatien, sieben Prozent nach Griechenland, sechs Prozent nach Spanien und jeweils vier Prozent in die Türkei und nach Deutschland.

ITALIEN

Im Lieblingsurlaubsland der Österreicher drohen Rasern hohe Strafen.

  • Verkehrsstrafen: Bei mehr als 1,5 Promille droht Alkoholsündern die Beschlagnahmung, Enteignung und Zwangsversteigerung des Fahrzeugs. Auch Raser müssen mit hohen Strafen rechnen: Mindestens 170 Euro werden bereits bei einer geringen Geschwindigkeitsübertretung fällig. "Zwischen 22 und 7 Uhr fallen die Strafen für Temposünder sogar um ein Drittel höher aus als tagsüber", sagt ÖAMTC-Touristikerin Maria Renner. Besonders genau sollten Führerscheinneulinge auf Tempolimits achten: Innerhalb der ersten drei Jahre nach Führerscheinerwerb gelten für sie auf Autobahnen 100 km/h statt der normalerweise erlaubten 130 km/h, auf Schnellstraßen 90 km/h (statt 110 km/h).
  • Fahrverbote: In die ZTL ("zona traffico limitato") darf man nur mit Sondergenehmigung einfahren. Derartige verkehrsberuhigte Zonen gibt es inzwischen in vielen italienischen Innenstädten – u.a. in Florenz, Mailand und Triest. "Unbefugtes Einfahren kostet mindestens 74 Euro Strafe", warnt die ÖAMTC-Reiseexpertin.
  • Verkehrsbestimmungen: Neben Verbandspaket und Warndreieck benötigt jeder Insasse im Fahrzeug eine eigene Warnweste. Außerhalb der Ortsgebiete gilt in Italien Licht am Tag-Pflicht.
  • Maut: Die Autobahngebühr ist mit Jahresbeginn um durchschnittlich 3,9 Prozent teurer geworden. Die kilometerabhängige Maut kann in bar, mit Kreditkarte oder der beim ÖAMTC erhältlichen "VIAcard" bezahlt werden.

KROATIEN

EU-Beitritt bringt freien Warenverkehr, Passkontrolle bleibt

  • EU-Beitritt: Mit dem EU-Beitritt Kroatiens am 1. Juli fällt der Zoll. "Im privaten Reiseverkehr dürfen künftig Lebens- und Genussmittel zum eigenen Verbrauch unbegrenzt mitgeführt werden", informiert die ÖAMTC-Touristikerin. Es ist jedoch auf die vorgeschriebene Richtmenge zu achten: Bei Zigaretten liegt diese beispielsweise bei maximal 800 Stück.
  • Österreicher haben prinzipiell in jedem EU-Land – und damit ab 1. Juli auch in Kroatien – Anspruch auf eine kostenlose medizinische Grundversorgung . "Allerdings ist die e-card in vielen Urlaubsregionen oft wertlos, da es vor Ort nur teure Privatärzte- und kliniken gibt. Diese rechnen nicht mit Sozialversicherungen ab. Öffentliche Spitäler liegen mitunter weit vom Urlaubsort entfernt", sagt ÖAMTC-Reiseexpertin Maria Renner und rät zum Abschluss einer Reiseversicherung.
  • Keine Änderung bringt der EU-Beitritt bei den Personenkontrollen – diese bleiben weiterhin aufrecht, solange Kroatien nicht dem Schengener Abkommen über den freien Personenverkehr beigetreten ist. Auch die kroatische Kuna bleibt vorerst offizielle Landeswährung.
  • Maut: Auf kroatischen Autobahnen herrscht Mautpflicht. Eine Bezahlung in Euro ist möglich, das Wechselgeld wird jedoch in Landeswährung ausgezahlt. "Es ist daher ratsam, kleine Scheine und Münzen mitzunehmen", so Renner.
  • Mitführpflichten: Neben Verbandspaket und Warndreieck benötigt man Warnwesten für alle Fahrzeuginsassen, ein Ersatzlampenset und ein zusätzliches Pannendreieck für Anhänger.
  • Pickerl: Um Probleme zu vermeiden, sollte man nur mit gültiger § 57a-Plakette in den Kroatien-Urlaub starten. "Obwohl es rechtlich nicht zulässig ist, kann es mit abgelaufenem Pickerl zu Geldstrafen oder zur Sicherstellung des Kfz kommen", weiß Clubexpertin Renner.

GRIECHENLAND

Comeback trotz Krisenstimmung

  • Sicherheit: Trotz Krisenstimmung feiert Griechenland heuer ein Comeback als Top-Reiseziel der Österreicher. Im ÖAMTC-Reisemonitoring hat es Griechenland heuer auf Platz 3 geschafft, im Vorjahr lag es noch auf Platz 4. "Die Wirtschaftskrise im Land hat keine Auswirkungen auf die Sicherheit der Touristen", beruhigt auch ÖAMTC-Touristikerin Maria Renner.
  • Verkehrsbestimmungen: Neben Verbandspaket und Warndreieck muss ein Feuerlöscher mitgeführt werden. Telefonieren am Steuer ist nur mit einer kabellosen Freisprecheinrichtung erlaubt. Das Abblendlicht darf bei Pkw tagsüber nicht eingeschaltet sein – außer bei schlechtem Wetter und bei Fahrzeugen mit automatisch aktiviertem Tagfahrlicht.
  • Tanken: Entlang der rund 700 Kilometer langen West-Ost-Verbindung quer durch Griechenland bis zur türkischen Grenze herrscht Tankstellenmangel. "Bislang ist nur beim Autobahnkreuz Klidi in der Präfektur Veroia je eine Tankstelle pro Fahrtrichtung in Betrieb“, informiert die ÖAMTC-Reiseexpertin.

Kommentare

Urlauber2620
Urlauber2620 melden

Und genau das sind die Gründe, um in diesen Ländern keinen Urlaub zu machen.

lagi62 melden

warum? das sind nun mal die gesetze und daran habe ich mich als normalo zu halten. in österreich pfeift jeder darauf da unsere exekutieve so wie so zu blöd ist das alles zu kontrollieren. wenn ich mich an die gesetze halte kann es keine probleme geben oder ich möchte es wissen, dann viel spass oder bleib zu hause ...............

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