Beleuchtungschecks bei ARBÖ und ÖAMTC: Die Verkehrsicherheitsaktion im Burgenland

Nur mit funktionierenden Scheinwerfern ist's sicher! Schlechte Sicht ist für 1/3 der Unfälle verantwortlich

Beleuchtungschecks bei ARBÖ und ÖAMTC: Die Verkehrsicherheitsaktion im Burgenland

Dem durch schlechtere Sichtverhältnisse während der Herbst- und Wintermonate höheren Unfallrisiko tragen ÖAMTC und ARBÖ im Burgenland mit Verkehrssicherheits-Aktionen Rechnung: Beide Autofahrerklubs bieten für Autofahrer Beleuchtungs-Checks an, bei denen Licht-Defekte behoben werden können. Auf diese Weise soll die Unfallgefahr gesenkt und gleichzeitig ein bewusstseinsbildender Effekt erzielt werden.

Der ÖAMTC startete die bis 29. Oktober dauernde "Aktion Licht", die gemeinsam mit der Exekutive durchgeführt wird. Unter dem Motto: "Flugzettel statt Strafzettel" werden Autolenker, bei deren Fahrzeug ein Beleuchtungsdefekt festgestellt wird, mittels Flugblatt aufgefordert, ihre Beleuchtungsanlage während der 14 Tage kostenlos beim ÖAMTC überprüfen zu lassen. An vier Aktionstagen begleiten Techniker des Autofahrerklubs die Polizei bei Verkehrskontrollen und tauschen defekte Lampen an Ort und Stelle aus.

Sicherheitsrisiko
Eine einwandfreie Lichtanlage trage zur Sicht wesentlich bei. Verschmutzte Windschutzscheiben können zu Blendungen führen, so ÖAMTC-Regionalleiter Emil Bohac: "Wer bei 130 km/h auf der Autobahn eine Sekunde lang geblendet ist, fährt ungefähr 36 Meter ohne Sicht. Das entspricht der Länge von zwei Sattelschleppern."

Gratischeck
Beim ARBÖ läuft von 26. Oktober bis 11. November die Aktion "Licht und Sicht", die mit den Optikern als Partner durchgeführt wird. Autofahrern wird dabei angeboten, in einem der Prüfzentren des Klubs gratis Fahrzeugbeleuchtung sowie die Scheibenwischanlagen und Windschutzscheiben prüfen zu lassen. Im Vorjahr haben von der Aktion mehr als 1.000 Autofahrer Gebrauch gemacht, zog ARBÖ Burgenland-Präsident Peter Rezar Bilanz.

Dämmerungskurzsichtigkeit
Bei rund 26 Prozent der Fahrzeuge waren die Scheinwerfer falsch eingestellt, bei mehr als neun Prozent war ein Scheinwerfer defekt. Mehr als ein Drittel der überprüften Scheibenwischer (36,6 Prozent) waren ebenfalls nicht mehr in Ordnung. Optiker hätten im Rahme der Aktion bei jedem vierten Teilnehmer Dämmerungskurzsichtigkeit festgestellt. "Jeder dritte Unfall ist direkt oder indirekt auf schlechte Sicht zurückzuführen", so Rezar. Ab 26. Oktober informiert auch eine Homepage (http://www.lichtundsicht.at) über das Thema.

(APA/red)