Beichler schießt Sturm zum Derby-Sieg: Grazer siegen in Kapfenberg durch Gold-Tor

Treffer des Jungstars erwischte Kapfenberg eiskalt Kapfenberg mit unglücklicher 0:1-Niederlage

Beichler schießt Sturm zum Derby-Sieg: Grazer siegen in Kapfenberg durch Gold-Tor © Bild: APA/Leodolter

Sturm feiert einen hart erarbeiteten 1:0-Sieg in Kapfenberg. Daniel Beichler avancierte in einem leidenschaftlich geführten steirischen Derby zum Matchwinner. Sein Treffer in der 69. Minute bescherte den Europa-League-Startern den ersten Sieg in den vergangenen drei Spielen und den bereits dritten auswärts. Die bemühten Hausherren, die in einer Sturm-und-Drang-Phase von Beichler kalt erwischt worden waren, gingen hingegen schon zum siebenten Mal (daheim vierte Niederlage) vom Platz.

In der ersten Hälfte bot das Derby den rund 8.400 Zuschauern zwar viel Aktion, aber keine fußballerischen Schmankerl. Das Geschehen war geprägt von einem spielbestimmenden Sturm-Team, technischen Fehlern und durchaus ruppigen Attacken auf beiden Seiten. Auch der "mahnende" Turban, den "Falke" Gansterer nach einem Zusammenstoß schon ab der zweiten Minute trug, vermochte daran nichts zu ändern. Die vielversprechendsten Torszenen spielten sich innerhalb von nur zwei Minuten ab: Ein Sencar-Volley segelte über das Tor (26.), dann scheiterte Hölzl an Kapfenberg-Goalie Wolf, schließlich gab Alar einen gefährlichen Distanzschuss ab (28.).

Flotte Partie nach Seitenwechsel
Nach Seitenwechsel nahm die Partie allerdings an Fahrt auf. Vor allem die Hausherren setzten die Grazer Abwehr mehrmals unter Druck, fanden durch Sencar (volley, Gratzei parierte bravourös, 59.), Alar (Kopfball über das Tor, 61.) und Scharrer (volley, wieder parierte Gratzei , 66.) gute Chancen vor. Den Treffer aber verbuchten - zu diesem Zeitpunkt etwas überraschend - die Gäste für sich: Hassler, kurz zuvor eingewechselt, bediente mit dem Kopf Beichler, der sich die Chance per schönem Überheber nicht nehmen ließ: Das dritte Ligator des Grazer Jungstars in dieser Woche, das sechste dieser Saison.

Der 20-Jährige war es auch, der es in der 76. Minute verabsäumte, nach Doppelpass mir Muratovic den "Sack zuzumachen". So mussten die Gäste wie schon Rapid am vergangenen Mittwoch bis zum Schluss zittern, denn Kapfenberg stemmte sich mit Verve gegen die Niederlage. Im Finish verfehlte ein gefährlicher Kopfball von Kozelsky das Tor (85.), in der 87. Minute rettete Kandelaki nur knapp vor Siegl.

(apa/red)