Bei Teamchef Hickersberger kein Leiberl:
"Paul Scharner aus Prinzip nicht dabei!"

England-Legionär nicht Teil des EURO-Groß-Kaders Wigan-Spieler keine Option für defensives Mittelfeld

Bei Teamchef Hickersberger kein Leiberl:
"Paul Scharner aus Prinzip nicht dabei!" © Bild: Reuters/Föger

Im Gegensatz zu Ivica Vastic spielt Paul Scharner in den Plänen von Teamchef Josef Hickersberger für die EURO 2008 kein Rolle. "Er ist aus Prinzip nicht dabei", sagte der Coach über den Wigan-Legionär, der im August 2006 aus dem Nationalteam zurücktrat und zuletzt vergeblich um ein Comeback warb.

Nach einem Gespräch mit Scharner in England vor einigen Wochen hatte Hickersberger eine Rückkehr des Niederösterreichs nicht dezitiert ausgeschlossen, "weil man mit allen Eventualitäten rechnen muss. Aber ich habe immer betont, dass er nur eine Alternative ist, wenn sich zwei, drei Innenverteidiger verletzen, und das war nicht der Fall", meinte "Hicke" und betonte einmal mehr, dass Scharner für ihn keine Option für die Position im defensiven zentralen Mittelfeld sei.

Interne Kontroversen
Bei der endgültigen Entscheidung pro oder kontra Scharner dürfte es im ÖFB-Betreuerstab kontroverse Diskussionen gegeben haben. "Aber es sind mehrere Spieler im Kader, bei denen es keine Einstimmigkeit gegeben hat", erklärte der bald 60-Jährige.

Scharner hatte vor knapp zwei Jahren seinen Team-Rücktritt damit begründet, dass er für sich keine Entwicklungsmöglichkeiten in der ÖFB-Auswahl zu sehen glaubte, was ihm den Unmut vieler Mannschaftskollegen einbrachte. Daran änderte sich auch nichts, als der England-Legionär im vergangenen Jahr erklärte, wieder für das Team spielen zu wollen.
(apa/red)

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