Bei Schulausflug von Geburt überrascht:
Zwölfjährige Mutter und Kind sind wohlauf

Mädchen will Schwangerschaft nicht bemerkt haben Auch Eltern ahnunglos. Behörde erstattete Anzeige

Bei Schulausflug von Geburt überrascht:
Zwölfjährige Mutter und Kind sind wohlauf

Eine zwölfjährige Niederländerin hat völlig überraschend während eines Schulausflugs ein Baby geboren. Die Schülerin klagte plötzlich über heftige Bauchkrämpfe. Die Besatzung eines Rettungswagens erkannte die beginnende Geburt und half, ein gesundes Mädchen zur Welt zu bringen. Das teilte der medizinische Hilfsdienst in Groningen, der Heimatstadt der jüngsten Mutter der Niederlande, mit. Die Kinderschutzbehörde erstattete Anzeige gegen unbekannte Erwachsene. Das Mädchen sei erst elf Jahre alt gewesen, als sie schwanger wurde.

Weder die Zwölfjährige, noch deren Eltern oder andere Menschen in ihrer Umgebung wollen von der Schwangerschaft etwas bemerkt haben, sagte ein Sprecher des Hilfsdienstes. "Es war für sie alle offenbar eine ganz große Überraschung." Mutter und Tochter seien noch im Krankenhaus, es gehe aber beiden gut. Die Jugendfürsorge und andere Hilfsorganisationen würden sich um die Teenager-Mama und ihr Kind kümmern.

Sexueller Missbrauch nicht ausgeschlossen
Zum Vater gebe es bisher keine Informationen, sagte die Direktorin der Kinderschutzbehörde, Marie-Louise van Kleef, die sexuellen Missbrauch nicht ausschloss. "Es ist bisher unklar, ob möglicherweise Erwachsene eine Rolle gespielt haben." Sicherheitshalber sei bei der Polizei Anzeige erstattet worden. Sex mit der Zwölfjährigen wäre nach niederländischem Recht in jedem Fall strafbar, sofern der Beteiligte älter als 16 ist, hieß es bei der Staatsanwaltschaft.

Die Eltern der Klassenkameraden des Mädchens wurden schriftlich über das "ungewöhnliche Schulausflugsereignis" in der vergangenen Woche sowie die weiteren Maßnahmen der Behörden informiert. An welchem Ort sich die Geburt genau ereignete, wollten die Helfer nicht mitteilen. Aus Rücksicht auf die Betroffenen sei die Öffentlichkeit zudem erst mit einigen Tagen Verzögerung informiert worden.

(apa/red)