Bei den Pensionen klafft ein riesiges Loch:
Bund muss seine Zuschüsse kräftig erhöhen

Deckungsquote ist 2010 auf 90,9 Prozent gesunken Hauptgründe: Wirtschaftskrise und Hacklerpension

Bei den Pensionen klafft ein riesiges Loch:
Bund muss seine Zuschüsse kräftig erhöhen

Zwischen Pensionsbeiträgen und Pensionsaufwand reißt ein immer größeres Loch auf. Die Beiträge decken bei den ASVG-Pensionen mittlerweile nicht einmal mehr 90 Prozent des Aufwandes ab. Diese Deckungsquote ist in einem einzigen Jahr von 2009 auf 2010 um sechs Prozent gesunken. Die Lücke muss deshalb aus dem Budget gefüllt werden.

Der Bundesbeitrag zu den Pensionen ist laut Zahlen der Pensionsversicherungsanstalt (PVA) von 2,9 Mrd. Euro 2009 auf 4,4 Mrd. heuer gestiegen und wird 2011 schon 4,9 Mrd. Euro betragen. Das ist gegenüber 2009 ein Anstieg von stolzen 70 Prozent. Als Grund für diese Entwicklung nennt PVA-Generaldirektor Winfried Pinggera im Gespräch mit der APA einerseits die Wirtschaftskrise und damit die gesunkenen Beiträge und anderseits strukturelle Probleme wie Invaliditäts- und Hacklerpension. Aufgrund der Krise sei die Beitragsentwicklung 2009 schlecht und 2010 mäßig gewesen, so Pinggera. Im dritten und vierten Quartal 2010 habe sich die Lage aber verbessert.

Ein weiterer Faktor für die sinkende Deckungsquote seien aber auch die strukturellen Probleme, und es stehen noch drei Jahre mit großzügiger Hacklerregelung bevor, gibt Pinggera zu bedenken. Erst ab 2014 wird der Zugang wesentlich verschärft. 2009 habe die Hacklerpension ein Plus von 28 Prozent verzeichnet. Eine wesentliche Frage sei ebenso die Invaliditätspension. Die Deckungsrelation hänge aber auch mit der jährlichen Erhöhung der Pensionen zusammen. Es steige eben nicht nur die Zahl der Versicherten, sondern auch die Pensionshöhe, so Pinggera.

Angesichts dessen lässt der PVA-Generaldirektor die Frage offen, ob die Deckungsquote bei einer guten Konjunkturentwicklung wieder auf über 90 Prozent steigen wird. Man hoffe zwar, dass die Beiträge wieder steigen. Langfristig werde man sich aber was überlegen müssen. Zu den von der PVA abgewickelten Pensionen (ASVG, Gewerbe und Bauern) kommen überdies noch die Beamtenpensionen, die kommendes Jahr um 271 Mio. Euro auf knapp über 8 Mrd. Euro ansteigen.

(apa/red)

Kommentare

Pensionsloch Diese Grube ist selbst gegraben. Zuviele Nutznieser, zuwenige Einzahler. Darüber hinaus der Luxus verschiedenste Kassen und System zu haben, die wiederum hohe Kosten generieren, auch aufgrund mangelnder Kontrolle. Zusätzlich das Problem, dass die Veranlagungen keine fetten Gewinne mehr abwerfen. Damit wird die Grundsubstanz geschmälert. Andererseits bedeuten fette Gewinne aber auch, dass die Kapitalgesellschaften ausgequetscht werden, was wiederum in Reduzierung von Arbeitnehmern endet und der Kreis schliesst sich. Alles eine Frage der Zeit bis nichts mehr geht. Was dann folgt, kann sich jeder selbst ausmalen.

Die PVA und Herr Pinggera Naja, ist ja nicht so shclimm, schlappe 4,5 Mrd. Zuschuss vom Staat, für nächstes Jahr werden bereits knapp 5 Mrd. kolportiert. Brennt eh alles das Volk, gell Herr Pinggera. Vielleicht sollte man die PVA umstrukturieren, offensichtlich verschlingt dieser Apparat - wie auch viele andere Anstalten und Ministerien des Staates - Unsummen an Geld. Da schieben sie sich vom Oberamtsrat aufwärts die Marie gegenseitig in den Allerwertesten. Verstehen natürlich selbst nicht so genau warum sich das alles nicht ausgeht mit dem Geld, stellen sich einfach stur und blöd, und dass um so viel Geld.
Und die Bevölkerung muss länger arbeiten, höhere Beiträge zahlen und bekommt sclußendlich weniger Pension, weil ja alles so teuer ist. Nona, wenn sich die Bonzen das Geld gegenseitig in den Hintern blasen.

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Hackler! Vielleicht sollten man sich damit befassen, warum so viele die Hackleregelung in Anspruch nehmen. Es sind ja gerade jene Jahrgänge, die die hohen Pensionsbeiträge bezahlt haben und damit jene Vorgenerationen, die ganz regulär mit 60 und 80% in Pension gegangen sind. Oder was ist mit jenen, die quasi in die Pension gemobbt worden sind. Postler usw. Vor gut 6 Jahren hätte ich noch nicht gedacht, dass ich einmal € 22000 bezahlen werde, um mit 60 in Pension gehen zu können. Aber Grasser & Co. haben meine Meinung umgedreht. Übrigens zahlen auch Beamte Pensionsbeiträge und dazu nicht wenig.

Berndorferbaer melden

Re: Hackler! hei finanzbeamter,wieviel mußt du bezahlen um mit 60 in den ruhestand gehen zu können? geh ich da richtig in der annahme daß du 22000 € pensionsbeitrag bezahlst, oder irre ich da? da mußt aber ein gewaltiges einkommen haben!!! da kann nur ein zahlensturz drinnen sein!

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Re: Hackler! Das ist kein Zahlensturz! Der Pensionsbeitrag bemisst sich nicht nach dem Einkommen. Schulmonat € 270/Studienmonat € 530. Und nachdem ein Gstudierter mit 60 unmöglich 40 Jahre gearbeitet haben kann, muss jeder gstudierte Hackler die Zeiten nachkaufen. Übrigens sind nun die Beiträge um ca. 50% höher geworden. Und ich bin ja nicht freiwillig in Pension gegangen. Aber dieses plakative Schönfärben des leistungsfeindlichen Herrn Grasser hat mich geschafft. Leider! Habe der Republik viel Geld gebracht - mehr als ich gekostet habe - durch meine Arbeit, aber das zählt heute alles nicht mehr.

Berndorferbaer melden

Re: Hackler! und, für wem hast des alles g\'macht? für\'n vater staat, der dir heute, in deiner pension als finanzler in den säckl langt und das nicht zu schmal wie man sieht. für wem hast dich abgestrampelt, hast auch nur deinen job gemacht, ich könnte auf das finanzamt nicht schimpfen, bekomme gerne und nett die auskünfte, ja sogar die hilfe die ich brauche. ich war auch beim staat beschäftigt, zahlte auch einen erhöhten pensionsbeitrag, wem willst das erklären?

christian95 melden

Da stimmt doch etwas nicht!!! Immer wieder:
Einsparungen NUR bei den Arbeitnehmern und ASVG Pensionisten!
Dies, obwohl man JÄHRLICH über 6 Mrd. in der Verwaltung und bei den Politikern einsparen kann.
Wir leisten uns weiterhin über 770 aktive Politiker, ein Heer an Veraltungsbeamten, jede politische Funktion wird weiterhin 10 fach besetzt. (Einmal im Bund und 9 mit gleichen Aufgaben in den Ländern). Ein Bundespräsident mit über 70 Spitzenbeamten und ein schweigsamer Bundesrat, 99 BH´s und 3.000 Gemeinden. Alles zusätzlich zur sauteuren EU! (Diese kostet und pro Tag schon 22 Mio!)
Bis € 8.300 monatliches Einkommen müssen Bauern nur einen kleinen Pauschalsteuersatz bezahlen. Bauern bekommen die gesamte MÖST rückvergütet und nebenbei auch noch Mio Förderungen usw... (Eine Bedienerin oder Kassierin kann das nicht)

christian95 melden

Re: Da stimmt doch etwas nicht!!! "Auch bei den Einkommen klafft ein großes Loch"
Beamte verdienen um 1/3 mehr wie Arbeiter und Angestellte.
Wie lange können wir uns diese aufgeblähte Verwaltung noch leisten?

Bei den Bauern beträgt der Zuschuß 60%! Bei den Beamten und Politikern 100%!
Kein ASVGler bekommt € 10.000 Pension!
Blecha (SPÖ) und Khol (ÖVP) bewegen sich in der 14.000 Liga! Das lt. Statistik 18,7 Jahre lang, danach die Witwe 8,2 Jahre.
Ein Heer von Politiker und sogenannten Spitzenbeamten (wie dort die Parteigünstlinge genannt werden) kassieren zwischen 10.000 und 15.000 Pension!
(Vom Bundespräsidenten, Ministerien, Regierung, 9 Landtage, 9 Landesregierungen, Bundesrat, 99 BH´s, UNIS, Polizei, Gerichte, Staatsanwälte usw. gibt es ein Heer von Spitzenbeamten)

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Pensionszuschuß Wieso wird nur die ASVG Pension als Beispiel herangezogen.
Denn Vergleich mit anderen Kassen sollte man machen, denn wir von der ASVG zahlen ja das meiste von allen selber.
Also her mit den Zahlen.

christian95 melden

Offesichtlich wieder eine von der ÖVP bezahlte Studie Überall wo ÖVP Parteigünstlinge ihre hohe Privilegien kassieren, wird davon in der Studie nichts erwähnt. "Zufall nichts als Zufall"...

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