Bei Franzosen hängt der Haussegen schief: Ersatztorhüter Coupet wollte abreisen

Streit mit Equipe-Coach Raymond Domenech Coupet nur Nummer zwei im Team hinter Barthez

Im Trainingslager der französischen Nationalmannschaft in Tignes hängt der Haussegen gewaltig schief. Ersatzgoalie Gregory Coupet konnte nach einem Streit mit Coach Raymond Domenech nur in allerletzter Sekunde an der Abreise gehindert werden, berichten französische Medien. Ein Sprecher der Nationalmannschaft sagte gegenüber Journalisten jedoch, dass es nicht unüblich sei, wenn Spieler das Trainingslager kurz verlassen.

Am Ursprung des Streits stand ein Ausflug der 23 Spieler zu einer Berghütte in den französischen Alpen oberhalb von Tignes, wo die Franzosen zur Zeit residieren. Die Wanderung hätte eigentlich den Teamgeist stärken sollen. Es kam aber anders. Schon nach wenigen Metern Anstieg beklagte sich Fabien Barthez, deklarierte Nummer eins der Franzosen, über Schmerzen in der Wade und kehrte nach Tignes zurück.

Coupet, der von vielen Experten und Fans als der stärkere angesehen wird, suchte daraufhin das Gespräch mit Domenech. Dabei dürfte der Torhüter des französischen Meisters Lyon die Form von Barthez und Domenechs Wahl auf der Goalieposition kritisiert haben. Es kam zu einem heftigen, lautstarken Disput.

Nach dem Ausflug packte Coupet seine Koffer, stieg in seinen Wagen und verließ mit seiner Familie das französische Lager. Erst nach einer knappen Stunde und vielen Telefongesprächen machte er seinen Entscheid rückgängig, berichtet die französische Zeitung "L'Equipe" am Donnerstag. Die definitive Abreise von Coupet hätte dazu geführt, dass Frankreich nur mit zwei Torhütern zur WM gereist wäre, weil nur verletzte Spieler im WM-Aufgebot ersetzt werden können.