Bei der EURO herrscht "Doping-freie" Zone:
UEFA kündigt mindestens 284 Kontrollen an

Neben Urin- werden auch Blutproben genommen Pro Spiel werden zwei Spieler jedes Teams getestet

Bei der EURO herrscht "Doping-freie" Zone:
UEFA kündigt mindestens 284 Kontrollen an © Bild: Reuters/Yip

Bei der EURO in Österreich und der Schweiz werden laut der Anti-Doping-Abteilung der Europäischen Fußball-Union (UEFA) unter den 368 Spielern mindestens 284 Dopingkontrollen durchgeführt. Die EM ist das erste Großereignis seit den Olympischen Sommerspielen 2004 in Athen, wo Athleten auf Wachstumshormone getestet werden. Marc Vouillamoz, Vorsitzender der Anti-Doping-Einheit der UEFA, kündigte ein "operatives" Vorgehen bei der EURO an.

Zum ersten Mal werden von der UEFA bei einem Großereignis neben Urin-auch Blutproben genommen, die dann stichprobenmäßig eingefroren werden. Die EURO absolviert damit einen Probegalopp für die Champions League, in der ab der kommenden Saison ebenfalls Blutproben genommen werden sollen. Fix eingeplant ist, bei jedem der 31 EM-Matches zwei Spieler jedes Teams zu testen. Dieses Minimum von 124 Proben wird mit unangemeldeten Kontrollen erweitert.

"Sollte es Verdachtsmomente oder zweifelhafte erste Testergebnisse geben, werden wir auch gezielte Kontrollen durchführen", betonte Vouillamoz. Die Kosten des Anti-Doping-Programms beziffert die UEFA mit 350.000 Euro. Seit 1984 führt der kontinentale Verband bei EM-Endrunden Dopingkontrollen durch. 1.662 Kontrollen ergaben bisher nur drei positive Ergebnisse (zweimal Cannabis, einmal Cortison). (apa/red)

CASHPOINT - Wollen wir wetten?
Click!