Bei Checkpoint Halte-Rufe überhört:
Journalistin von US-Soldaten erschossen

Arbeitete für staatliches irakisches Medien- Netzwerk PLUS: Tote bei neuen Anschlägen in Bagdad

Einen Tag nach dem verheerenden Anschlag auf einen Markt in Bagdad mit über 130 Toten ist nach Angaben von Augenzeugen die Journalistin Suhad Ibrahim von einem US-Soldaten erschossen worden. Sie arbeitete für das staatliche irakische Medien- Netzwerk. Ibrahim sei auf ihrem Weg zur Arbeit an einer amerikanischen Patrouille vorbeigefahren, ohne diese weiter zu beachten, hieß es.

Die US-Soldaten im Irak eröffnen wegen des Risikos von Selbstmordattentaten häufig das Feuer auf vorbeifahrende Fahrzeuge, wenn die Fahrer nicht sofort auf Zuruf anhalten.

Bei einem Angriff auf eine Patrouille starben außerdem vier irakische Polizisten. Augenzeugen berichteten, bei der Explosion einer Autobombe in dem Viertel Bab al-Moasam seien mehrere Menschen getötet worden. In und um Bagdad habe es zudem weitere Anschläge gegeben, bei denen Dutzende Menschen verletzt worden seien, teilten Sicherheitskräfte mit.

Der Bombenanschlag auf den Markt im Bagdader Stadtteil Sadrija, bei dem neben den mindestens 135 Getöteten außerdem rund 300 weitere Menschen zum Teil schwer verletzt worden waren, war der folgenschwerste Anschlag im Irak seit Monaten gewesen.

(apa/red)