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Beauty-Farm statt Palmenstrand: Wo die Österreicher im Jahr 2030 Urlaub machen

Single-Reisen und Burn-out-Kuren hoch im Trend Golfurlaube und klassische Sommerfrische sind out

Beauty-Farm statt Palmenstrand: Wo die Österreicher im Jahr 2030 Urlaub machen © Bild: iStockphoto.com

Wo werden unsere Kinder 2030 Urlaub machen? Vermutlich in einer Beauty-Farm oder sie kurieren gerade ihr Burnout-Syndrom auf einer exotischen Insel aus. Das Linzer Meinungsforschungsinstitut "market" hat in einer aktuellen Umfrage die Zukunftstrends in der Reise-Branche erhoben. Und da wird sich einiges tun.

Wellnessferien, Single-Reisen und Urlaub als Gegensteuerung zum drohenden Burnout-Syndrom - diese Tourismustrends erwarten sich die Meinungsforscher für das Jahr 2030. Laut der Umfrage kann sich die heute junge Generation vorstellen, ihre Ferien dann für Schönheits-OPs zu nutzen oder zur Partnersuche. Fast die Hälfte in dieser Altersgruppe erwartet einen Anstieg des Sex-Tourismus.

Aber auch der Gesundheitsfaktor und Wellnestourismus wird von 63 Prozent der Befragten hoch bewertet. Gefolgt von Single-Reisen (61 Prozent). 57 Prozent - darunter überdurchschnittlich viele Frauen - meinen, dass Ferien als Gegensteuerung zum Burnout-Syndrom im Kommen sind.

Im Urlaub unters Messer
Statt an den Strand auf den OP-Tisch. Fast die Hälfte der Befragten glaubt, dass 2030 Schönheitspflege und plastische Chirurgie im Urlaub gefragt sein werden, in der Altersgruppe 15- bis 29-Jährigen waren es sogar 62 Prozent. Die wenigen freien Tag im Jahr zweisam statt einsam zu verbringen, das ist auch in 20 Jahren noch das Ziel vieler Reisender. So geben 42 Prozent den Dating-Urlauben ihre Stimme. Nicht zu verwechseln mit Sex-Tourismus, dem aber auffällig viele Junge eine große Zukunft bescheinigen, hingegen nur 28 Prozent der 30- bis 49-Jährigen und gar nur acht Prozent der Über-50-Jährigen.

Aus für Sommerfrische und Golfurlaube
Auf dem absteigenden Ast sehen die Befragten die klassische Sommerfrische (21 Prozent), aber auch Golfurlaube. Nur 19 Prozent vertraten die Ansicht, dass diese 2030 noch en vogue sein werden. Schlusslicht sind organisierte Trips in Katastrophen- oder Krisengebiete, diesen Trend erwarten nur sieben Prozent.

Für die Umfrage hat "market" im August 658 repräsentativ für die österreichische Bevölkerung ausgewählte Personen telefonisch befragt. Sie sollten einschätzen, wie sich ihrer Meinung nach die Beliebtheit verschiedener Urlaubsvarianten bis 2030 entwickeln wird.