Beatrix Karl setzt zum "Knockout" an:
Aufnahmetests an Unis nur Frage der Zeit

Studieneingangsphase (STEP) wird neu strukturiert Protest der ÖH - mit ordentlicher Prise Aktionismus

Beatrix Karl setzt zum "Knockout" an:
Aufnahmetests an Unis nur Frage der Zeit © Bild: APA/Hochmuth

Unterrichtsministerin Karl plant die Neuordnung der Studieneingangsphase und will dabei Aufnahmeverfahren möglich machen. Demnach sollen am Ende der ersten Phase des Studiums eine oder mehrere abschließende Prüfungen, eventuell auch Bewerbungsgespräche, stehen. Die Österreichische Hochschülerschaft spricht von einer "Knockout-Phase" und kündigte für Dienstag eine Demonstration am Ballhausplatz an.

Eigentlich sollte die Studieneingangsphase (STEP), wie sie in der Novelle des Universitätsgesetzes (UG) 2009 festgeschrieben wurde, ausschließlich der Orientierung der Studenten dienen. Künftig soll hingegen nach dem Willen von Karl qualitative Selektion durch ein Aufnahmeverfahren - eine oder mehrere abschließende Prüfungen, eventuell auch mit Bewerbungsgespräch - am Ende der STEP möglich sein. In Massenfächern mit begrenzter Infrastruktur wie der Biologie will sie zusätzlich Platzbeschränkungen ermöglichen.

Studenten werden "ausgeknockt"
Die ÖH will gegen diese geplante Neuregelung protestieren. Am Dienstagvormittag werden die Studentenvertreter am Ballhausplatz gegen die aus ihrer Sicht von Untersichtsministerin Karl vorgesehene Umwandlung der STEP in eine "Knockout-Phase" demonstrieren. Dabei sollen aktivistisch Studenten "ausgeknockt" werden, hat die ÖH am Montag in einer Aussendung angekündigt.

"Bei der neuen Studieneingangsphase handelt es sich um flächendeckende Zugangsbeschränkung mit Knock-out-Prüfungen - Karl bestätigt damit unsere schlimmsten Befürchtungen", sagte ÖH-Generalsekretärin Maltschnig. Karls Ansage, in der STEP die "Spreu vom Weizen trennen" zu wollen, nannte die ÖH-Vorsitzende Maurer ein Zeichen für deren "politische Unfähigkeit. Die Ministerin stehe für "Elitenbildung und Aussiebung im großen Rahmen", kritisiert die ÖH und kündigt Widerstand an.

(apa/red)

Kommentare

Gratis Uni für jeden? Mir ist nicht ganz klar, was die Studenten wollen.. Studiengebühren wollen sie nicht, weil sich das die, die nebenher arbeiten müssen, nicht so recht leisten können, aber Zugangsbeschränkungen wollen sie auch nicht. Gleichzeitig beschweren sie sich, dass nicht genug Platz ist und manche Studenten am Gang sitzen müssen, aber dass dafür die Langeweilestudierer die Uni räumen, ist auch nicht ok? Ich weiß ja, warum ich nach der Schule direkt arbeiten gegangen bin, dieser Affenzirkus ist nicht mehr normal.

Uni Beschränkung Finde ich absolut ok-nicht jeder Trottel soll auf Kosten des Steuerzahlers einen Platz haben.

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