Beamtengewerkschafts-Chef Neugebauer wiedergewählt: Gubitzer als Stellvertreterin

80,57 Prozent stimmen für weitere Amtsperiode

Fritz Neugebauer ist beim 15. Gewerkschaftstag der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst (GÖD) dem Vernehmen nach mit 80,57 Prozent der Stimmen als Vorsitzender wieder gewählt worden. Vor fünf Jahren hatte er noch 85,2 Prozent erreicht. Von den Stellvertretern am Besten schnitt der Niederösterreicher Hans Freiler mit 95 Prozent ab. Über 90 Prozent erhielten auch FSG-Chef Holzer und Peter Korecky.

Ein Debakel erlitt Frauenvorsitzende Christine Gubitzer. Ihr erteilten nur 60,78 Prozent der Delegierten das Vertrauen. Offiziell sollen die Ergebnisse noch im Laufe des Nachmittags bekannt gegeben werden.

Angenommen wurde ein Antrag, der die Teilrechtsfähigkeit der Beamtengewerkschaft bringen soll. Damit bliebe die GÖD zwar Teil des ÖGB, könnte aber eigenständig bilanzieren und erhielte auf diesem Weg mehr Autonomie vom ÖGB. Wie wohl dieser Antrag vom Gewerkschaftstag mit großer Mehrheit angenommen wurde, erscheint eine Realisierung des Plans fürs Erste illusorisch.

Gemäß den ÖGB-Statuten müsste auch der Bundeskongress des Gewerkschaftsbundes dem Ansinnen der Beamten zustimmen. Dies ist aber zumindest bei der nächsten Veranstaltung dieser Art im Jänner äußerst unwahrscheinlich. Denn innerhalb des ÖGB sind neben den Beamten nur die Gemeindebediensteten dafür, eine Teilrechtsfähigkeit zu akzeptieren.

(apa/red)