Beamten-Verhandlungen über mehr Gehalt wurde abgebrochen: Die Gewerkschaft droht

Vier Prozent plus sind für die Regierung überzogen Streik? "Gewerkschaftliche Maßnahmen" angekündigt

Beamten-Verhandlungen über mehr Gehalt wurde abgebrochen: Die Gewerkschaft droht

Auch bei der dritten Runde der Gehaltsverhandlungen für öffentlich Bedienstete ist man zu keinem Ergebnis gekommen. Die Regierung beschloss, das Gespräch abzubrechen, nachdem die Gewerkschaft öffentlicher Dienst (GÖD) ihre Forderung von vier Prozent auf den Tisch gelegt hatte. "Das ist nach meiner Auffassung eine weit überzogene Forderung", so Beamtenministerin Doris Bures. Ihr Gegenüber GÖD-Chef Fritz Neugebauer bedauerte "außerordentlich", dass die Verhandlungen abgebrochen wurden. Die Gewerkschaft greift nun zur Droh-Keule.

Bures sprach wie bereits bei den Verhandlungen zuvor, dass die Regierung einen "fairen Abschluss mit Augenmaß und Verantwortungsbewusstsein" anstrebe. Die aktuelle Gewerkschaftsforderung würde jedoch zusätzliche Ausgaben von 406 Millionen Euro im kommenden Jahr ausmachen. "Das bedeutet eine Hypothek für die Zukunft", so Bures. Die Zahl, die die GÖD genannt habe, sei keine geeignete Basis für sinnvolle Gespräche.

Gewerkschaftliche Maßnahmen" angekündigt
Die Gewerkschaft ihrerseits greift nun zur Droh-Keule. In einer Aussendung heißt es, der Regierung seien die öffentlich Bediensteten offenbar nicht einmal ein Angebot wert. Beamte und Gemeindebedienstete würden nun "geeignete gewerkschaftliche Maßnahmen" ergreifen, um einen guten und gerechten Gehaltsabschluss zu erzielen. Was man darunter zu verstehen hat, wollte man der APA auf Nachfrage in der GÖD nicht mitteilen. Die Palette sei groß.

"Kollegenschaft ist schon ungeduldig"
Neugebauer bedauerte auch, dass die Arbeitgeber-Vertreter nicht in der Lage gewesen seien, ein Gegenangebot zu stellen: "Die Kollegenschaft ist schon ungeduldig." In den kommenden Tagen werde man nun Gespräche mit der Regierungsspitze führen. Neugebauer: "Wir sind sehr interessiert, dass wir zügig verhandeln." Von Zügigkeit sei diesmal allerdings nichts zu merken gewesen. Bures sprach ihrerseits von sehr harten Verhandlungen.

Die Regierung ließ sich von der Gewerkschaft nicht auseinanderdividieren. Staatssekretär Reinhold Lopatka nannte die Forderung der GÖD ebenfalls überzogen. Für ein derartiges Gehaltsplus sei das Budget zu gering.

(APA/red)