Beamte von

Sie kriegen zu viel

Für Bernhard Felderer ist der Gehaltsabschluss angesichts der Schuldenkrise zu hoch.

Beamte - Sie kriegen zu viel © Bild: APA/Jäger

Für den Chef des Staatsschuldenausschusses, Bernhard Felderer, ist der Gehaltsabschluss für die Beamten von durchschnittlich 2,95 Prozent zu hoch. Angesichts der Schuldenkrise und dem Umfeld in Europa bringe die Einigung nicht die große Ersparnis vonseiten der Beamten.

Der Öffentliche Bereich werde sich in Zukunft von den nötigen Einsparungen nicht ausnehmen können, prophezeite Felderer im Ö1-"Mittagsjournal". "Bescheidene Abschlüsse werden in den nächsten Jahren die Regel werden."

Der freiheitliche Bereichssprecher für den Öffentlichen Dienst und AUF-Vorsitzende Werner Herbert kritisierte dagegen, dass der Abschluss weit unter der aktuellen Oktober-Inflationsrate von 3,4 Prozent liege und warf der Bundesregierung eine offenkundige Geringschätzung ihren Bediensteten vor. Im Vergleich zu den höheren Abschlüssen in der Privatwirtschaft würden die öffentlich Bediensteten zu "Arbeitnehmern 2. Klasse" abqualifiziert.

Deutlich milder beurteilte Herberts Parteichef Heinz-Christian Strache den Abschluss. Am Rande einer Pressekonferenz meinte der FPÖ-Obmann, dass man ausverhandelte Ergebnisse respektieren müsse. Allgemein sprach sich Strache angesichts von Erhöhungen, die sich Manager zuschanzen wollten, dafür aus, Arbeitnehmer bei der Inflationsabwicklung stärker zu bedenken.

Kommentare

gfb48 melden

Beamte sind Arbeitnehmer 2. Klasse? Der AUF Vorsitzende vergisst anscheinend, wer wen bezahlt! Die Privatwirtschaft kann die Gehälter ihrer Arbeitnehmer erhöhen wie sie will - wenn sie keine Profite mehr macht, werden eben ein paar entlassen - Beamte werden vom Staat bezahlt, d.h. von uns allen und selbst wenn man sie nicht mehr braucht, müssen sie sich um ihren Arbeitsplatz keine Sorgen machen. Beamte zahlen weniger in die Pensionskasse im Vergleich zu der Höhe ihrer Pension, Beamte dürfen nach der Pensionierung (oder Ruhegenuss) dazu verdienen so viel sie wollen, Beamte bekommen auch ohne Verhandlungen 1,8% jährlich mehr ...usw. Wenn das 2. Klasse ist, würden wohl viele gerne auch Arbeitnehmer 2. Klasse sein.
Kein Neid meinerseits, ich bin selbsständig, nur Unbehagen ob solcher Unverschämtheiten!

Rasso melden

Re: Beamte sind Arbeitnehmer 2. Klasse? Wenn schon die vermeintlichen Vorteile hier aufgezählt werden - bitte auch die Nachtteile anführen. - und Beamte sind eine aussterbende Berufsgruppe - kapiert das mal endlich alle - denn bei Vertragsbediensteten sieht die Sache ganz anders aus. Und wenn das alles so rosig ist - niemand hindert einem daran, Vertragsbediensteter zu werden.

günza melden

Re: Beamte sind Arbeitnehmer 2. Klasse? Bei den Beamten könnte das schon so sein wie du schreibst aber bei den vielen Vertragsbediensteten sieht das ganz anders aus. Die sind aber ebenfalls in diesen Verhandlungen dabei und brauchen genauso wie die anderen Berufsgruppen und Pensionisten eine Erhöhung. Ob das jetzt 0,1 oder 0,3 % über oder unter der Inflationsrate liegt ist den meisten egal. Wesendlich erscheint mir eher die Teuerungsrate auf die allgemein täglich benötigten und anzuschaffenden Güter. Da liegt die Teuerung wesendlich höher als die 3,4% und es schaut keiner von den großkoperten auf die kleinen Leute. Diejenigen die so neidig auf den vermeintlichen Kündigungsschutz sind, können sich ja gerne um eine Stelle bewerben. Da stimmt aber leider oft das Einstiegsgehalt nicht mit den Wünschen überein.

Klingt da vielleicht Geldgier heraus? Und wie sieh das bei Hernn Professor Felderer aus=
Chef des IHS (Seit seiner Einsetzung nur mehr ein TEILZEITJOB !!!)
Tätihkeit im Staatsschuldenausschuss
Professur in Deutschland

wohl ein kleiner Wunderwuzi um das alles voll zu erfüllen

christian95 melden

Für Beamte und Bauern ist es kein Nachteil ÖVP zu wählen! 240.000 arme Menschen können sich heuer die Heizkosten nicht mehr leisten!

Bauern bekommen bis zu 10.000 Förderung im Monta und zahlen im Jahr 200 Steuern.

Einkommensvergleich 1999 - 2009:

Beamte +26%
Angestellte + 4 %
Arbeiter - 9%

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Re: Für Beamte und Bauern ist es kein Nachteil ÖVP zu wählen! Ein Beamter mit 1300 Brutto kann sich auch keine Heizkosten leisten - hören Sie endlich mit diesen falschen Aufstellungen auf.

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Weg mit ihm Na dieser Herr bekommt ja auch einen Gehalt, wo ihm eine Erhöhung egal sein kann - solche Leute gehören einfach nur mit einem nassen Fetzen geschlagen.

Kritiker melden

Re: Weg mit ihm Tut dir der Fetzen nicht leid??

2. Klasse? Bei 3,4% aktueller Inflationsrate im Oktober und angesichts der Abschlüsse für die Metaller - welcher Klasse sind dann in Österreich die Pensionisten? Jeder Abschluss über 2,7% für Beamte ist ein weiterer Schlag ins Gesicht! Pensionisten können halt nicht mit Streik drohen. Und die Regierung tut alles, um in der Bevölkerung die Meinung zu schüren, dass ihnen ihr Einkommen geschenkt wird und sie nur den anderen zur Last fallen.

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