Beamte steigen in den Gehalts-Ring: Am 2. November starten die Lohn-Verhandlungen

Wirtschaftskrise dämpft heuer aber die Erwartungen 3,55 Prozent vom Vorjahr sind heuer kaum machbar

Beamte steigen in den Gehalts-Ring: Am 2. November starten die Lohn-Verhandlungen

Als dritte große Gruppe nach den Metallern und den Handelsangestellten steigen die Beamten in den Ring: Am 2. November beginnen die Gehaltsverhandlungen für die rund 350.000 Beamten und Vertragsbediensteten. Auf diesen Termin haben sich Beamtenministerin Gabriele Heinisch-Hosek (S) und die Gewerkschaft Öffentlicher Dienst (GÖD) ziemlich rasch verständigt, nachdem die GÖD ihren traditionellen Brief mit der Bitte um Aufnahme der Gehaltsverhandlungen heuer wegen der Wirtschaftskrise später als sonst abgeschickt hat.

Im Vorjahr hatten die Beamten ein Gehaltserhöhung um 3,55 Prozent erhalten, das wird heuer kaum drinnen sein. Heinisch-Hosek hat bereits im Vorfeld betont, dass sie angesichts der sehr angespannten wirtschaftlichen Situation und der schwierigen budgetären Rahmenbedingungen keine zu große Erwartungshaltung wecken wolle. "Ein Plus von 3,55 Prozent wie im Vorjahr wird es kaum mehr werden können, eher dramatisch weniger", hat sie zuletzt erklärt.

Auch GÖD-Vorsitzender Fritz Neugebauer hatte zuletzt anerkannt, dass die Rahmenbedingungen andere als im Vorjahr seien, "wir sind keine Träumer". Er zeigte sich aber überzeugt, dass man zu einer akzeptablen Regelung kommen werde.

Die Verhandlungen werden heuer auch unter dem Eindruck des Wahlkampfes für die Personalvertretungswahlen der Bundesbediensteten am 25. und 26. November stehen. Über das geplante neue, einheitliche Dienstrecht für Beamte und Vertragsbedienstete wird zur Zeit unter Ausschluss der Öffentlichkeit auf Expertenebene verhandelt, diese Gespräche sollen unabhängig von den Gehaltsverhandlungen geführt werden. Auch über das neue Lehrer-Dienstrecht soll erst nach der Personalvertretungswahl und damit auch nach der Gehaltsrunde verhandelt werden.

(apa/red)