Beamte von

Es gibt mehr Geld

Gehälter steigen um 2,68 bis 3,36 Prozent - aber erst mit 1. Februar

Beamte - Es gibt mehr Geld © Bild: APA/Hochmuth

Zwischen 2,68 und 3,36 Prozent mehr Geld bekommen die Beamten ab Februar. Auf das ganze Jahr gerechnet ergibt sich dadurch eine durchschnittliche Erhöhung von 2,7 Prozent. Vereinbart wurden 2,56 Prozent plus 12 Euro - dadurch ergeben sich die unterschiedlichen Prozentwerte. Offiziell beschlossen werden soll die Gehaltserhöhung für Österreichs Staatsdiener am Mittwoch im Nationalrat.

Technisch gesehen wird die soziale Staffelung der Gehaltserhöhung dadurch erreicht, dass man für alle Einkommen eine Erhöhung von 2,56 Prozent plus zwölf Euro vereinbart hat. Das bedeutet für die kleinsten Einkommen eine Erhöhung um 3,36 Prozent, für die höchsten hingegen nur um 2,68 Prozent, im Schnitt 2,95 Prozent. Dadurch dass der Abschluss erst im Februar in Kraft tritt, liegt die durchschnittliche Erhöhung über das Jahr gerechnet nur bei 2,7 Prozent. Beschlossen wird die Gehaltserhöhung am Mittwoch im Nationalrat.

Rund 60 Prozent der Beamten bekommen somit die Inflation abgegolten. Wer mehr als etwa 3.000 Euro Brutto verdient, muss einen Reallohnverlust hinnehmen.

Die beschlossene Erhöhung gilt unmittelbar für rund 220.000 Beamte und Vertragsbedienstete beim Bund sowie die Beamten in den ausgegliederten Gesellschaften und die Landeslehrer. Inwieweit die Länder die Erhöhung für die Landes- und Gemeindebediensteten nachvollziehen ist noch nicht ganz klar. In den vergangenen Jahren war dies Usus, heuer hat die Steiermark bereits eine Nulllohnrunde angekündigt und Oberösterreich will einen Prozentpunkt unter dem Bundesabschluss bleiben.

Jubiläumszuwendung abgeschafft
Eine Jubiläumszuwendung bekommen die öffentlich Bediensteten derzeit nach 25 Dienstjahren und dann 40 Jahren. Wer allerdings früher in Pension geht, bekommt die zweite Jubiläumszuwendung schon nach 35 Jahren. Dieser frühere Bezug nach 35 Dienstjahren wird nun ab 1. Jänner abgeschafft, um die Frühpensionen einzudämmen. Die Streichung dieser Golden Handshakes bringt 30 Millionen.

Bundeskanzler Faymann lobte ausdrücklich das Verhandlungsklima. Er dankte allen Verhandlern und zollte den Beamten ausdrücklich Respekt. Die Gewerkschaft habe Verständnis dafür gezeigt, dass die Regierung nicht mehr ausgeben könne. Beamtenministerin Heinisch-Hosek freute sich, dass man gemeinsam einen "respektablen Abschluss" geschafft habe. Mit der Abschaffung des Golden Handshakes werde ein deutliches Zeichen in Richtung nachhaltiger Reform gesetzt.

"Sehr guter Abschluss" für Neugebauer
GÖD-Vorsitzender Neugebauer sah in dem "sehr guten Abschluss" auch einen Erfolg der Sozialpartnerschaft. Er verwies darauf, dass man im Durchschnitt eine Abgeltung der Inflation erreicht habe. Dafür sei man der Bundesregierung mit dem späteren Inkrafttreten und beim Jubiläumsgeld entgegengekommen.

Auch Finanzministerin Maria Fekter (V) zollte den Beamten Respekt und freute sich über die strukturellen Maßnahmen mit der Abschaffen der Jubiläumszuwendung für Frühpensionisten. Vizekanzler Michael Spindelegger (V) würdigte ebenfalls, dass man in einem konstruktiven Klima und mit gegenseitigem Verständnis zu einem Ergebnis gekommen sei. Österreich gehe damit einen anderen Weg als viele andere Staaten.

Kommentare

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Die Regierung kann nicht erfolgreich verhandeln! Wenn der Neugebauer lacht, dann weiß man, dass die Regierung vor diesem Abzocker wieder in die Knie gegangen ist. Eine Nullrunde wäre gerecht gewesen, denn die Beamten sind keinem Arbeitsplatzrisiko ausgesetzt und das müsste ihnen doch 3 % Verzicht wert sein. Die Regierungsvertreter haben von Verhandlungstaktik eben keine Ahnung, weil sie nie in der freien Wirtschaft um Aufträge kämpfen mussten oder als Einkäufer nie den beinharten Verhandlungsstil gelernt haben.

günza melden

Re: Die Regierung kann nicht erfolgreich verhandeln! Ich bin in der freien Wirtschaft tätig und seit 19 Jahren selbständig und muss jeden Monat um meine Kunden kämpfen und ich mach das gerne. Ich versteh euch Neidgesellschaft nicht. Wir reden hier über Menschen die ihre Arbeit machen, Familie haben und die Teuerung genau so spüren wie wir alle. Ich vergönne den Vertragsbediensteten und den meisten Beamten diese Erhöhung. Wenn gespart werden sollte dann doch bitte bei den Personen denen es egal ist was der Benzin, der täglich Einkauf, Miete usw. kostet. Da geht es doch lediglich darum, ob das die sogenannten Reichen und wohlhabenden wirklich stören würde wenn sie ein bißchen weniger auf der hohen Kante haben als bisher. Aber da will ja keiner wirklich anecken.

Ignaz-Kutschnberger
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@DKNY2009 aha... gut, dann hätt ich noch nen anderen Vorschlag gehabt...Erhöhung MINUS 1,5 % und das sofort!! Wem passt da schon wieder was nicht jetzt?? Hmm... unzufriedenes Volk!! Euch gehört wirklich der Typ den wir in den 1930ern nach Deutschland geschickt haben...dann würd s schon passat werden für so manche hier!! Ist ein super Ergebnis für beide Seite...ich glaub da gibts gar nix zu murren!!!

Ignaz-Kutschnberger
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Re: @DKNY2009 ...und sollt es doch dem ein oder anderen bzw. der anderen zu wenig sein... Meine Damen, meine Herren... ihr habt s ja die freie Wahl jederzeit zu kündigen, oder?? Oder denkt ihr ihr seid unersetzbar?? Also bei allem Respekt und Anerkennung... aber ich würde sagen bei dem Ergebnis muss sich nun wirklich keiner künstlich aufregen!! Ich habe Leute gekannt die waren jahrelang in russischer Kriegsgefangenschaft, bei denen gab s dann als "Gehaltserhöhung" täglich 20 Stockhiebe... Die Erhöhung ist für beide Seiten fair!! Und sollt sich wie gesagt jemand benachteiligt fühlen und glauben wo anders verdient er besser oder hat bessere Arbeitsbedingungen...kann er/sie wie gesagt ja jederzeit gerne woanders sein Glück versuchen, die Möglichkeit steht jedem offen!

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Erst ab Februar! Gleichheitsgrundsatz wieder mal missachtet.

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Re: Erst ab Februar! Sollen überhaupt froh sein,dass es Gehaltserhöhung gibt.

günza melden

Re: Erst ab Februar! Da gebe ich Dir recht Landleben. So wie alle anderen Berufsgruppen auch. Ich verstehe den Neid und die Mißgunst gegenüber den Staatsbediensteten nicht. Die meisten machen ihre Arbeit sicherlich sehr gut und verdienen eben auch eine Erhöhung wie alle anderen auch. Ich bin übrigens seit 20 Jahren selbständig und eben kein Beamter, mich stört es aber überhaupt nicht, wenn die Menschen eine Gehaltserhöhung bekommen.

Ignaz-Kutschnberger
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Gott sei s gedankt... Na schau an...wo ein Wille, da ein Weg!! Geht doch ;-) Wer sagt s denn...

Ignaz-Kutschnberger
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... So und da das jetzt auch besprochen ist, denk ich mal, dürfen sich alle Beteiligten mal nen Kaffee und Kuchen und eventuell ein Glaserl Sekt auf Staatskosten leisten....und dann können wir uns ja endlich mal auch wieder anderen wichtigen brisanten Dingen zuwenden, weil von denen gibts ohnedies momentan mehr als genug... ;-)

günza melden

Re: Gott sei s gedankt... du bist ja so großzügig. Diejenigen die es betrifft werden sich schon einen Kaffee und Kuchen oder eben den angesprochenen Sekt leisten können. Du Neidbolzen.

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