Beachvolleyball von

Grand Slam in Klagenfurt:
Doppler/Horst im "Flow"

Katharina Schützenhöfer/Lena Plesiutschnig verlieren - Alle ÖVV-Damen out

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    Die besten Bilder vom Beachvolleyball Grand Slam aus Klagenfurt

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Clemens Doppler/Alexander Horst haben ihren Erfolgslauf beim Beachvolleyball-Turnier der World Tour in Klagenfurt fortgesetzt. Im abschließenden Gruppenmatch am Freitag bezwangen sie die Brasilianer Ricardo/Alvaro Filho 2:1 (19,-26,11). Die EM-Bronzemedaillengewinner stehen durch den dritten Erfolg als Poolsieger im Achtelfinale. Ihre Gegner werden erst am Abend ermittelt. Mit Katharina Schützenhöfer/Lena Plesiutschnig verabschiedete sich hingegen das letzte Damen-Duo.

Doppler/Horst besiegten den mehrfachen Klagenfurt-Sieger Ricardo und seinen jungen Partner Alvaro Filho bei strahlendem Sonnenschein in einem sehenswerten Schlagabtausch. Am verregneten Donnerstag hatten sie am Wörthersee mit zwei Siegen ohne Satzverlust ein starkes Comeback nach dem Kreuzbandriss von Doppler im Vorjahr gefeiert.

"Noch nicht bei 100 Prozent"

"Wenn es so gut läuft, können wir jeden schlagen. Wir sind aber noch nicht bei 100 Prozent, umso erfreulicher ist es, dass wir auch gegen Ricardo gewonnen haben", betonte Horst mit dem Verweis auf die wegen der langen Reha von Doppler nur sehr kurzen, gemeinsamen Saisonvorbereitung. Durch den Sieg gegen das 39-jährige Urgestein Ricardo habe man sich einen freien Nachmittag mit der Familie samt Sprung in den See redlich verdient, meinte der schweißnasse Abwehrspieler.

Doppler gegen Morais Filho in Klagenfurt
© GEPA pictures/ Christian Walgram Doppler und sein Partner waren für die Brasilianer eine Nummer zu groß

Gegen Ricardo, der in seiner langen Karriere neben zahlreichen Turnieren auch schon mehrere Olympia- und WM-Medaillen gesammelt hat, und Alvaro waren sie auch schon im Vorjahr bei der WM 2:1 erfolgreich, zuletzt in Gstaad verloren sie allerdings 0:2. "Ricardo ist einer der besten Spieler aller Zeiten, wenn nicht der allerbeste", stellten Horst und Doppler unisono klar.

Altmeister Ricardo keine Chance gelassen

Ricardo spiele nach wie vor auch höchstem Niveau. Trotzdem sei es gelungen, den mit allen Wassern gewaschenen Altmeister wieder zu schlagen. "Wir haben das heute wirklich unglaublich gut hingekriegt", freute sich Doppler. Nun gelte es, auf dieser Erfolgswelle zu bleiben. "Mir taugt vor allem, dass wir diese Euphorie aufsaugen können. Wir sind auf den Zug aufgesprungen und in einem Flow drinnen", erläuterte der Oberösterreicher im Gespräch mit der APA die bisher makellose Performance mit lediglich einem Satzverlust.

In diesem Zustand sei es eigentlich egal, wer auf der Gegenseite steht. Das gelte auch für das Achtelfinale am Samstag, so der 33-Jährige. An den im Vorjahr an gleicher Stelle erlittenen dritten Kreuzbandriss verschwendet er keinen Gedanken mehr. "Das ist abgehakt."

Letzte heimische Hoffnung

Als Gruppenletzte ausgeschieden sind dagegen Alexander Huber/Robin Seidl und Tobias Winter/Lorenz Petutschnig. Die Kärntner Huber/Seidl mussten sich den italienischen Europameisterin Paolo Nicolai/Daniele Lupo in zwei umkämpften Sätzen 0:2 (-19,-20) geschlagen geben und verpassten aufgrund des Ausgangs der Parallelpartie erstmals seit drei Jahren den Einzug in die K.o.-Phase.

Seidl war aufgrund der insgesamt soliden Auftritte aber nicht allzu enttäuscht. "Die Leistung hat grundsätzlich schon gepasst, das war eben keine leichte Gruppe. Aber wir haben es im letzten Spiel selbst in der Hand gehabt und leider verloren", bedauerte der Veldener.

Alle ÖVV-Damen out

Mit Katharina Schützenhöfer/Lena Plesiutschnig sind am Freitagvormittag im Beachvolleyball-Turnier der World Tour in Klagenfurt die letzten Österreicherinnen im Achtelfinale glatt ausgeschieden. Die 20-Jährigen unterlagen den als Nummer 4 gesetzten Brasilianerinnen Maria Antonelli/Juliana nach einer halben Stunde klar 0:2 (-6,-13). Der erreichte neunte Platz ist das bisher beste Grand-Slam-Ergebnis für das ÖVV-Nachwuchsteam.

Katharina Schützenhöfer/Lena Plesiutschnig hatten sich mit einem Sieg und zwei Niederlagen in den Gruppenspielen für die erste K.o.-Runde qualifiziert. In dieser zeigten sie am Donnerstag gegen die Russinnen Maria Prokopewa/Jewgenia Ukolowa ihre beste Turnierleistung und gewannen klar in zwei Sätzen. Gegen die zehn Jahre älteren Südamerikanerinnen war aber kein Kraut gewachsen. "Der gestrige Tag war nur schwer zu toppen, die Brasilianerinnen sind halt doch ein bisschen besser", bekannte Plesiutschnig.

Nicht alles aufgegangen

Die Stammgäste auf dem World-Tour-Stockerl setzten die Österreicherinnen von Beginn an unter enormen Druck und überfuhren die völlig chancenlosen Österreicherinnen in lediglich 31 Minuten. "Im Spiel gegen die Russinnen ist alles aufgegangen, heute war das leider nicht der Fall", meinte Schützenhöfer, die auch den nicht wunschgemäß funktionierenden Aufschlag ansprach.

Antonelli und da Silva in Klagenfurt
© GEPA pictures/ Daniel Goetzhaber Antonelli und Juliana hatten gut lachen

Ihre Partnerin betonte, dass sie natürlich enttäuscht über die Abfuhr seien, die gesamte Turnierleistung liege aber über den Erwartungen. "Natürlich sind wir mehr als zufrieden mit dieser Platzierung. Im letzten Spiel war es natürlich schon eine Enttäuschung. Wir haben nur sehr schwer ins Spiel gefunden. Man darf sich auf diesem Niveau keinen Fehler erlauben", erklärte Plesiutschnig.

"Wir haben noch viel mehr vor"

Das Duo wurde im bereits am Morgen fast vollen Stadion trotz der Abfuhr für den ersten neunten Platz bei einem der großen Turniere gefeiert. Der Vorstoß unter die besten zehn war dem bei Nachwuchs-Europa- und Weltmeisterschaften bereits mit mehreren Medaillen dekorierten Gespann heuer auch schon im Turnier der Open-Kategorie in Prag gelungen. Daran wolle das Duo künftig anknüpfen. "Wir haben noch viel mehr vor", betonte Plesiutschnig.

Im Gegensatz zu den Zukunftshoffnungen waren Ex-Europameisterin Stefanie Schwaiger mit ihrer neuen Partnerin Lisa Chukwuma und die zweimalige Klagenfurt-Halbfinalistin Barbara Hansel mit Bianca Zass ohne Sieg als jeweils Gruppenletzte vorzeitig gescheitert.

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