Beachvolleyball-EM von

Doppler am Knie verletzt

Österreicher zieht sich bereits den dritten Kreuzbandriss zu - Heim-EM zu Ende

Clemens Doppler, Beachvolleyball-EM in Klagenfurt © Bild: GEPA/Götzhaber

Clemens Dopplers Traum von einer Medaille bei der Heim-EM ist von einem Kreuzbandriss im rechten Knie jäh gestoppt worden. Der leidgeprüfte Beach-Volleyballer erlitt diese Verletzung schon zum dritten Mal. 2004 und 2006 war das linke Knie betroffen. "Es ist natürlich sehr bitter, dass das bei der Heim-EM passiert. Aber zum Glück ist es diesmal das rechte Knie, sonst hätte ich überlegt, ob es noch Sinn macht. Aber so denke ich nicht an das Karriereende", erklärte Doppler am Donnerstagabend unter Tränen.

Der Ex-Europameister (2003, 2007) hatte sich zwei Stunden zuvor im zweiten Gruppenspiel gegen die Niederländer Schuil/Nummerdor beim Stand von 15:16 im ersten Satz bei einem Blockversuch das Bein verdreht. Er habe aufgrund seiner Erfahrungen der anderen beiden Male sofort gewusst, dass es wieder eine Kreuzbandverletzung sei, erzählte Doppler. Anders als im Jahr 2004 nach der Verletzung im Vorfeld des Heimturniers habe er sich in Absprache mit Turnierarzt Georg Lajtai sofort zur Aufgabe entschlossen. "Dieses Mal haben wir die bessere Entscheidung getroffen und spielen nicht weiter", so Doppler.

Erneut "langwierige Verletzung"

Wie bei seinem ebenfalls am Klagenfurter Center Court 2006 erlittenen Kreuzbandriss seien Knorpel und der Meniskus glücklicherweise verschont geblieben. "Es ist aber eine langwierige Verletzung, die sechs bis acht Monate Zeit braucht. Aber nach dem Kreuzbandriss 2006 war ich 2007 Europameister", betonte der mehrmals ins Stocken kommende Zwei-Meter-Mann.

Mediziner Lajtai, der Doppler schon damals operiert und danach in der Reha begleitet hatte, wollte nicht über den Operationstermin und den möglichen Rückkehrzeitpunkt spekulieren. Der zweifache Olympiateilnehmer Doppler betonte aber, in alter Stärke zurückkommen zu wollen. "Wir sind die Nummer vier in Europa und die Nummer acht der Welt, das ist einfach zu viel Motivation, um aufzuhören. Grundsätzlich fühle ich mich fit, den Sport weiter auszuüben."

Horst: "Das Schlimmste, was passieren konnte"

Diese Fitness hatte er auch in dieser Saison mit Partner Alexander Horst bereits mehrfach bewiesen. Und auch der Start in die EM war vielversprechend verlaufen. "Das Turnier war heuer irgendwie auf uns zugeschnitten. Der Titel war zum Greifen nah, aber es hat ein schlechtes Ende genommen", meinte Doppler, der angab, derzeit keine Schmerzen zu haben.

Horst stellte klar, dass er die 2011 begonnene Zusammenarbeit mit Doppler fortsetzen will. "Das ist natürlich das Schlimmste, was uns passieren konnte. Zum dritten Mal das Gleiche, das ist schon extrem bitter, so etwas versteht man einfach nicht", sagte Horst gegenüber der APA - Austria Presse Agentur. Er und auch das ganze Betreuerteam werde auf die Rückkehr Dopplers warten und dann nächstes Jahr in Klagenfurt gemeinsam wieder antreten.

Kommentare