Beach Volleyball von

Österreichs EM-Topteams
am Regentag siegreich

Auftakterfolg für Doppler/Horst gegen Weißrussen. Schwaiger/Hansel vorzeitig weiter.

Doppler/Horst © Bild: APA/Georg Hochmuth

Der teils verregnete Mittwoch hat in Klagenfurt einen erfolgreichen EM-Start von Clemens Doppler/Alexander Horst und das vorzeitige Weiterkommen von Stefanie Schwaiger/Barbara Hansel gebracht. Doppler/Horst gewannen gegen die Weißrussen Alexander Kawalenka/Alexander Dsiadku (BLR-29) sicher 2:0 (14,13). Schwaiger/Hansel besiegten die Russinnen Julia Abalakina/Xenia Dabischa 2:0 (18,19).

Die Vorjahres-EM-Dritten Doppler/Horst knüpften im trotz des Schlechtwetters gut gefüllten Centre Court gegen die Außenseiter an die bisher gezeigten Saisonleistungen an. "Wir haben es geschafft, den Flow hierher mitzunehmen. Es macht einfach viel Spaß, mit so einer Form zu spielen", betonte der zweifache Europameister Doppler nach der insgesamt aber glanzlosen Grundsteinlegung für den Aufstieg aus der Gruppenphase. Ihr nächstes Match bestreiten die Weltranglisten-Fünften am Donnerstag gegen die Italiener Marco Caminati/Enrico Rossi.

"Kein einfaches Match"

Das heimische Damentopteam ist schon einen Schritt weiter. Hansel war nach dem Erfolg in einer Regenpause froh, das umkämpfte Spiel gut gemeistert zu haben. "Das war kein einfaches Match, es war schwierig mit dem harten Boden", meinte die Salzburgerin. Dank einer Aufholjagd im zweiten Durchgang sei zum Glück ein drohender Entscheidungssatz vermieden worden. "Gut, dass wir das noch gedreht haben und wieder in zwei Sätzen gewonnen haben", so die EM-Zweite von 2011.

Auch Schwaiger reagierte erleichtert, gab sich aber auch selbstkritisch. "Der Aufstieg ist wichtig für den Kopf, aber wir wissen, dass das keine optimale Leistung war und wir uns steigern müssen. Wir haben nicht so gut serviert und waren nicht so konstant wie gestern, aber die entscheidenden Punkte haben wir gemacht", erklärte die Ex-Europameisterin. Im letzten Gruppenspiel wartet mit Jewgenia Ukolowa/Jekaterina Birlowa ein weiteres Team aus Russland. Für die Österreicherinnen ist auch noch der Gruppensieg, der den direkten Achtelfinaleinzug bedeutet, möglich.

ÖVV-Niederlagen

In den restlichen drei Spielen im Damenbewerb gab es durchwegs ÖVV-Niederlagen, die aber im Aufstiegskampf folgenlos blieben. Valerie Teufl/Bianca Zass kassierten gegen die Schweizerinnen Isabelle Forrer/Anouk Verge-Depre mit einem 0:2 (-16,-12) zwar die nächste glatte Niederlage, sie sind aber trotzdem noch im Rennen. Cornelia Rimser/Nadine Strauss mussten sich nach ihrem Auftaktsieg gegen die Schweizerinnen Joana Heidrich/Nadine Zumkehr 0:2 (-20,-10) geschlagen geben.

Die am Vortag ebenfalls noch siegreichen Katharina Schützenhöfer/Lena Plesiutschnig unterlagen den niederländischen Titelverteidigerinnen Madelein Meppelink/Marleen van Iersel nach heftiger Gegenwehr in zwei engen Sätzen 0:2 (-20,-18). Plesiutschnig trauerte nach der Regenschlacht dem durchaus möglichen Gewinn des ersten Durchganges (19:17-Zwischenführung) nach. "Schade, dass wir den Satz nicht fertig gebracht haben. Aber es war eine super Leistung, mit der wir zufrieden sein können", meinte die Steirerin.

Peter Eglseer/Daniel Müllner mussten sich in ihrer ersten Partie den Ex-Weltmeistern Alexander Brouwer/Robert Meeuwsen nach zwei umkämpften Sätzen 0:2 (-21,-21) beugen. Sie forderten die Niederländer aber voll und vergaben im letzten Durchgang sogar zwei Satzbälle. "Es war ganz knapp, die Chance war da, leider hat es nicht gereicht", bedauerte Müllner. Am späteren Nachmittag waren noch zwei weitere rot-weiß-rote Herren-Duos im Einsatz.

Niederlagen für Herrenteams

In den letzten beiden Österreicher-Spielen des Tages setzte es für die Herrenteams Niederlagen. Alexander Huber/Robin Seidl verloren gegen die zweifachen Vize-Europameister Aleksandrs Samoilovs/Janis Smedins (LAT) 0:2 (-17,-19). Die Außenseiter Tobias Winter/Lorenz Petutschnig gingen gegen die Deutschen Alexander Walkenhorst/Stefan Windscheif als 1:2-Verlierer (-14,19,-11) vom Platz.

Huber/Seidl gaben gegen die Olympia-Dritten aus Lettland im zweiten Satz eine 18:15-Führung aus der Hand. "Wir sind gut ins Spiel gekommen. Schade, dass es so ausgegangen ist. Ich glaube aber, das nächste fällt auf unserer Seite und das gewinnen wir dann", sagte Lokalmatador Seidl nach dem Match gegen die härtesten Gruppengegner.

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