Beach-Volleyball Klagenfurt von

Niederländer siegen

Finalsieg von Schuil/Nummerdor. Qualifikantinnen überraschen bei den Damen.

Beach-Volleyball Klagenfurt - Niederländer siegen © Bild: GEPA/Scheriau

Die beiden Ex-Europameister Richard Schuil/Reinder Nummerdor sowie die Überraschungspaarung Jekaterina Chomjakowa/Jewgenia Ukolowa haben beim Beach-Volleyball-Grand-Slam-Turnier von Klagenfurt triumphiert. Nach zwei dritten Plätzen durften die an Nummer acht gesetzten Niederländer dank ihres 2:1 (-14,12,13)-Erfolgs über die Brasilianer Pedro/Marcio (7) am Wörthersee erstmals jubeln.

Die Qualifikantinnen Chomjakowa/Ukolowa (28) sorgten mit ihrem 2:1-Erfolg gegen Madelein Meppelink/Sophie van Gestel (NED/13) für den ersten russischen Erfolg auf der Damen-Tour überhaupt. Bei den Herren waren die topgesetzten US-Amerikaner Gibb/Rosenthal und ihre zweitgereihten Landsleute und Olympiasieger Rogers/Dalhausser bereits im Halbfinale ausgeschieden.

Routine war in diesem Finale der dominierende Faktor, denn mit dem bald 40-jährigen Schuil (39), Nummerdor (35) und Marcio Araujo (38) waren drei der vier Finalisten deutlich über 30 Jahre alt. "Super, denn Klagenfurt ist das Lieblingsturnier von fast allen Spielern", sagte der 2,07 m große Hallen-Olympiasieger Schuil (1996 in Atlanta), der zusammen mit Nummerdor von 2008 bis 2010 drei Mal in Folge Beach-Europameister geworden war.

Damenpartien nachgeholt
Wegen heftigen Regens hatten am Samstag alle Damenpartien abgesagt und die Herren-Matches auf Nebenplätze verlegt werden müssen.

Bei den Damen kam es hingegen zum vermutlich jüngsten Finale der Tourgeschichte überhaupt. Die nur als Nummer 28 gesetzten Qualifikantinnen Chomjakowa/Ukolowa sind 23 bzw. 24 Jahre alt. Sie sorgten mit ihrem 2:1-Erfolg gegen die noch jüngeren Niederländerinnen Madelein Meppelink/Sophie van Gestel (21 bzw. 22) für den ersten russischen Tour-Sieg. "Vor Jahren saß ich hier noch auf der Tribüne und habe mir gedacht, wie unglaublich es sein muss, hier ein Mal zu gewinnen", freute sich Chomjakowa.

Erfreuliche Zuschauerbilanz
Trotz des Katastrophen-Samstages (nur 6.000 Fans) fiel bei der 16. Klagenfurt-Auflage die Zuschauer-Bilanz mit 130.000 Zuschauern auch 2012 höchst erfreulich aus. Die vorangegangenen heißen Sommer-Tage hatten mit Rekordbesuchen viel wettgemacht. Im Vorjahr waren annähernd 136.000 gekommen.