Kulinarisch Einheizen

Grillen im Winter

BBQ geht rund ums Jahr: die wichtigsten Tipps, wenn Sie jetzt Ihren Grill anwerfen

Grillen im Winter © Bild: Thinkstock

Grillen nur im Sommer? Das war einmal. Immer mehr BBQ-Fans werfen den Griller auch gerne in den kühleren Jahreszeiten an. Experte Jamie Purviance hat in seinem neuesten Kochbuch "Wintergrillen" nicht nur die wichtigsten Tipps und Tricks dazu verraten, sondern auch noch zahlreiche Rezepte obendrauf gepackt.

THEMEN:

1. Drahtlos ist am besten
Verwenden Sie bei der Zubereitung von großen Fleischstücken ein digitales Fleischthermometer mit drahtloser Datenübertragung. Einfach ins Grillgut stechen, den Deckel schließen und sich selbst ins Warme bringen. So muss man den Deckel weniger oft öffnen und man hält sich (und dem Fleisch) die Kälte vom Leib, während man in der geheizten Umgebung die Temperatur überprüfen kann.

2. Auf trockene Textilien achten
Grillhandschuhe und Topflappen, die durch aufgetautes Eis oder Schnee nass geworden sind, können leicht zu Verbrennungen führen. Also immer Ersatz bereit halten und nur ins Freie mitnehmen, wenn Sie sie wirklich brauchen.

3. Regen ist kein No-Go
Es gibt angenehmere Szenarien als Grillen bei Regen. Wer sich davon nicht das BBQ verderben lassen will, arbeitet einfach unter einem Regenschirm. Achtung: den Grill natürlich nicht unter den Schirm packen. Absolutes No-Go ist jedoch Grillen bei Gewitter. Das sollten auch die härtesten BBQ-Fans beherzigen.

4. Setzen Sie auf Gusseisen
Ein gusseiserner Grillrost speichert Hitze besser als andere Rostvarianten und ist deshalb fürs Wintergrillen am besten geeignet. Das Gleiche gilt auch für gusseisernes Grillgeschirr. Eine Investition, die sich auszahlt!

5. Nichts auskühlen lassen
Platten und Teller sollten nicht in der Kälte rumstehen, weil sie die kühlen Temperaturen rasch annehmen und auf das Grillgut übertragen. Daher immer im Backofen aufwärmen, bevor Sie das Essen vom Grill nehmen.

6. Je kälter, desto kürzer sollten die Grillzeiten sein
Bei massiven Minusgraden sollten Sie nur Zutaten grillen, die keine allzu langen Grillzeiten brauchen. Filets oder Würste sind dann optimal.

7. Im Freien gibt es nur, was gerade gebraucht wird
Zerlassene Butter, Marinade und Co. haben beim Wintergrillen nichts im Freien verloren - außer in dem Moment, in dem sie auch wirklich zum Einsatz kommen. Viele Öle flocken bei Kälte aus und sind dann zum Grillen völlig ungeeignet. Auch das Grillgut selbst sollte nicht zu lange rumstehen, bevor es auf den Griller kommt. Schließlich gelingt Gegrilltes am besten, wenn es vor dem Garvorgang auf Raumtemperatur kommen konnte. Und Angefrorenes hat auf Ihrem Rost schon gar nichts verloren!

Winterliche Grillrezepte zum Ausprobieren:
Koreanische Burger mit gegrillten Kürbisspalten
Entenbraten mit Honigglasur und Apfel-Maronen-Füllung
Marinierte Lammkeule mit Rosmarin, Senf und Knoblauch

Wintergrillen
© GU/weber.com

Mehr zum Thema finden Sie in "Weber's Wintergrillen" von Jamie Purviance, erschienen bei GU, 20,60 €

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