Bayerntrainer Magath: Kahn hat WM-Traum noch nicht aufgegeben und wird kämpfen

Coach: "Bin froh, dass er jetzt den Kopf frei hat" Torwarttrainer Köpfke: 'Klar, dass wir ihn mitnehmen'

Oliver Kahn hat nach Ansicht von Bayern Münchens Trainer Felix Magath seinen Traum von einem Einsatz bei der Fußball-Weltmeisterschaft noch nicht aufgegeben. "Er kämpft um seine Position, er wollte immer bei der Weltmeisterschaft im eigenen Land dabei sein und Weltmeister werden. Er kämpft um seine letzte Chance", sagte der Coach des deutschen Fußball-Rekordmeisters am Dienstag in München. "Es muss nicht derjenige, der das erste Spiel macht, auch im Finale im Tor stehen."

Magath begrüßte erneut, dass Kahn sich entschieden hat, als Nummer 2 zur WM zu fahren. "Er hat jetzt den Kopf frei für den FC Bayern und die nächsten Aufgaben, den DFB-Pokal und die Meisterschaft, denn wir wollen zwei Titel holen", erklärte sein Coach. "Ich bin froh, dass das Thema erledigt ist."

Der Trainer des FC Bayern geht davon aus, dass Kahn durch seinen Auftritt am Montag viel an Sympathie gewonnen hat. "Einige haben wohl geglaubt, er würde schmollen und aus Eitelkeit den Rücktritt erklären", äußerte sich Magath, der nicht mit Spekulationen über den Ersatztorhüter von Deutschlands WM-Einser Jens Lehmann rechnet. "Wenn die Nummer zwei neu diskutiert würde, wäre ich überrascht."

Darüber wird DFB-intern auch gar nicht diskutiert. "Warum sollte Jürgen Klinsmann ihn nicht nominieren? Natürlich nehmen wir Oliver Kahn mit zur WM. Es ist nie angedacht gewesen, Oliver ganz weg zu lassen", so Bundestorwarttrainer Andreas Köpke, der die "T-Frage" damit endgültig beenden will. Jens Lehmann meinte zu den positiven Worten Kahns am Montag: "Wenn Oliver das so meint, wie er es sagt, finde ich das in Ordnung."

(apa/red)