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Amok-Alarm auf Schulgelände

Memingen: Schüler schoss auf Schulgelände mit scharfer Waffe. 14-Jähriger gefasst.

Bayern - Amok-Alarm auf Schulgelände © Bild: thinkstock.de

Ein Schüler hat in einer Schule im schwäbischen Memmingen mit einer scharfen Waffe geschossen und damit einen Amok-Alarm ausgelöst. Verletzt worden sei bei der Tat niemand, sagte ein Polizeisprecher. Mittlerweile ist der Täter gefasst.

Drei Schüler hätten den Jugendlichen am Mittag am Eingang des Gebäudes mit den Waffen in der Hand gesehen und den Schuss gehört. Danach flüchteten die etwa 280 Schüler sofort mit den Lehrern in die Klassenzimmer und verschanzten sich darin. Mit mehrmaligen Lautsprecherdurchsagen wurden sie aufgefordert, die Räume nicht zu verlassen.

Der mutmaßliche Täter
Der mutmaßliche Täter sei ein Schüler einer 8. Klasse, der mit zwei scharfen Waffen bewaffnet ist. Laut Bayerischem Rundfunk könnten die Waffen seinem Vater gehören. Dies konnte der Polizeisprecher jedoch zunächst nicht bestätigen - dies werde noch überprüft. Laut ersten Aussagen von Mitschülern hatte es zwischen dem Täter und Mitschülern vor dem Schuss einen Streit gegeben.

Die betroffene Lindenschule ist eine Grund- und Hauptschule. Nach dem Einsatz wurden die Schüler um kurz nach 15.00 Uhr aus der Schule und an einen Sammelplatz gebracht, wo viele von ihren Eltern abgeholt wurden.

Sportplatz umstellt - Schüsse waren zu hören
Später haben Polizisten auf der Suche nach dem Tatverdächtigen ein Sportgelände im Stadtteil Steinheim umstellt. Wie Augenzeugen berichteten, waren zahlreiche Beamte im Einsatz, Polizisten verschanzten sich hinter Holzstapeln. Es waren Schüsse zu hören. Der 14-Jährige wurde dort gefasst und wurde im Anschluss psychologisch bereut, sagte ein Sprecher. Zuvor hatte der Jugendliche mehrfach um sich geschossen und sich selbst eine Waffe an den Kopf gehalten.