BAWAG prüft Villen-Verkauf: Flöttl stieß Bermuda-Anwesen 2006 um 21 Mio. $ ab

Hat er damit der BAWAG Vermögensteile entzogen? Teures Grundstück galt aber als nicht veräußerbar

BAWAG prüft Villen-Verkauf: Flöttl stieß Bermuda-Anwesen 2006 um 21 Mio. $ ab

Die BAWAG überprüft offenbar derzeit den Verkauf eines Grundstückes mit Villa von Investmentbanker Wolfgang Flöttl auf den Bermudas im Jahr 2006 um 20,8 Mio. US-Dollar (15,6 Mio. Euro). Flöttl könnte damit der Bank Vermögensteile entzogen haben, auf die sie wegen offener Forderungen an Flöttl Ansprüche erhebt, heißt es angeblich in der Bank. Denn der Verkauf sei zu einem Zeitpunkt erfolgt, zu dem die BAWAG noch glaubte, auf Flötts Vermögen zugreifen zu können.

Den Angaben zufolge liegen der Tageszeitung "Österreich" Kopien des Kaufvertrages und des Grundbuchs von Bermuda vor, die belegen, dass Flöttl im April 2006 eine Liegenschaft auf der Promi-Insel an den US-Staatsbürger und Gas-Magnaten Aubrey K. McClendon verkauft haben soll.

Grundstück nie Eigentum der BAWAG
Den internen Prüfberichten der BAWAG zufolge galt das Grundstück als nicht veräußerbar, so der Bericht weiter. Die BAWAG lasse jetzt alle rechtlichen Aspekte und die Möglichkeit, bei Flöttl auf Vermögen zuzugreifen, prüfen. Der Anwalt Flötts, Herbert Eichenseder betonte zu "Österreich", dass das Grundstück niemals Eigentum der BAWAG gewesen sei.

Laut Bericht hat Flöttl die Immobilie "Castle Point" auf den Bermudas 1991 um 23 Mio. Dollar gekauft. Zu Flöttls Nachbaren sollen unter anderem Italiens Ex-Premier Silvio Berlusconi und US-Miliardär Ross Perot zählen.

(apa/red)