Bawag-Skandal weitet sich aus: Staatsanwalt stellt Haftanträge gegen Bennett und Flöttl!

Begründung: Verdacht auf Betrug bzw. auf Untreue "Haftgründe sind Flucht- und Verabredungsgefahr"

Die Staatsanwaltschaft Wien hat im Zusammenhang mit der BAWAG-Refco-Affäre Haftanträge gegen Phillip Bennett und Wolfgang Flöttl Junior eingebracht. Das bestätigte der Sprecher der Staatsanwaltschaft Wien, Walter Geyer, der APA: "Die Haftgründe sind Flucht- und Verabredungsgefahr."

Die Staatsanwaltschaft hatte am Montag eine gerichtliche Voruntersuchung gegen den früheren Refco-Chef Bennett und Flöttl, Sohn des ehemaligen langjährigen BAWAG-Generaldirektors Walter Flöttl, wegen Betruges bzw. Untreue eingeleitet. Bennett wird im Oktober allerdings auch in den USA vor Gericht stehen - wegen des Verdachts auf Wertpapierbetrugs beim insolventen US-Brokerhaus Refco.

Bennett ist britischer Staatsbürger, der seit 1978 in den USA lebt. Er wird im Oktober allerdings auch in den USA vor Gericht stehen - wegen des Verdachts auf Wertpapierbetrugs beim insolventen US-Brokerhaus Refco. Er ist eine Schlüsselfigur in der Kreditaffäre der österreichischen Gewerkschaftsbank vom vorigen Herbst.

Refco war im Oktober 2005, nur zwei Monate nach dem Börsengang an der Wall Street, und nur wenige Tage nach Überweisung eines Blitzkredits durch die BAWAG, wegen des Auffliegens eines Bilanzskandals in die Insolvenz geschlittert und musste Gläubigerschutz beantragen. Die Aktie wurde von der New Yorker Börse delistet. Bennett darf seither New York nicht verlassen. (apa/red)