BAWAG-Novotny gibt Zeitplan vor: Verkauf der Bank spätestens im ersten Quartal 2007

Nur noch Bieter im Spiel, die Gruppe erhalten wollen Gute Handvoll Interessenten im Datenraum

Der Verkauf der Gewerkschaftsbank BAWAG soll spätestens im ersten Quartal 2007 erfolgen. Bis dahin soll die Unterschrift unter den Verkaufsvertrag ("Signing") gesetzt sein. "Wir bemühen uns, das bis Jahresende oder im ersten Quartal 2007 abzuwickeln", sagte BAWAG-Generaldirektor Ewald Nowotny bei der Gewinn-Messe in Wien.

Der tatsächliche Abschluss des Verkaufs, das so genannte Closing, könne auch später erfolgen. Zeitprobleme auf Grund der bis Jahresmitte 2007 befristeten Haftung des Bundes sieht Nowotny nicht: "Laut BAWAG-Haftungsgesetz kann die Haftung ja verlängert werden", sagte der BAWAG-Chef.

In der ersten Bieterrunde hätten sich "über 15" Institute für den Zuschlag um die BAWAG bemüht. Auf Basis des Kaufpreises und künftiger Geschäftspläne sei eine - nicht genannte - Zahl davon zur genauen Prüfung der BAWAG-Zahlen in den "Datenraum" eingeladen worden. Laut ÖGB-Chef Rudolf Hundstorfer liege diese Zahl zwischen "fünf und zehn", Nowotny machte heute dazu keine Angaben. Alle diese Bieter hätten sich verpflichtet, die BAWAG-P.S.K.-Gruppe "nicht zu zerschlagen". Für die Käufer interessant sei die Drei-Säulen-Strategie aus BAWAG, den 1.300 Postämtern/P.S.K.-Stellen und dem Direktvertrieb.

(APA/Red)