Bauern für 73% besonders arm: Umfrage über Einkommens-Image der Österreicher

Wenig überraschend: Top-Manager gelten als reich Soziale Auflagen bei Firmen-Förderungen sehr beliebt

Die Vorstände börsenotierte Unternehmen und Politiker haben wenig überraschend in den Augen fast aller Österreicher ein hohes Einkommen. Dahinter folgen freie Berufe wie Rechtsanwälte, Apotheker, Ärzte und Steuerberater. Schlusslichter der Einkommensskala sind nach Meinung der Österreicher die Bauern vor angestellten Handwerkern und Polizisten. Journalisten, Beamten, Lehrern Kaufleuten und Künstlern wird ein mittleres Einkommen zugeschrieben. Das ist das Hauptergebnis einer Umfrage des Meinungsforschungsinstitutes OGM bei 800 Österreichern Mitte Jänner 2008.

Im Vergleich zu einer 1995 durchgeführten ähnlichen Studie haben sich vor allem freie Berufe wie Rechtsanwälte, Ärzte und Steuerberater in der Einschätzung der Einkommenssituation deutlich verbessert, so OGM. Am ärmsten gelten in Österreich die Bauern. Nur ein Prozent der Befragten halten die Landwirte für Großverdiener, 73 Prozent schreiben ihnen ein geringes Einkommen zu.

Soziale Auflagen bei Firmen sehr beliebt
In der aktuellen Befragung wurde auch die Akzeptanz von Einkommenszuschüssen und Investitionsbeihilfen für bestimmte Berufsgruppen und Projekte befragt. Dabei habe sich gezeigt, dass öffentliche Subventionen für Unternehmen sehr gut akzeptiert werden, wenn sie mit klaren sozialen Aufgaben verbunden sind. Das gelte vor allem für die Anstellung von Behinderten und für die Lehrlingsausbildung, aber auch für Betriebsansiedelungen in strukturschwachen Gebieten. 98 Prozent der Befragten finden Investitionshilfen für Unternehmen, die Behinderte anstellen, für akzeptabel, Investitionshilfen für Unternehmen, die Lehrlingsplätze anbieten, finden 95 Prozent der Österreicher für akzeptabel.

Klar abgelehnt werden jedoch die Ausgleichszahlungen an Trafikanten wegen des Wegfalls der Einfuhrbeschränkungen auf Zigaretten.

Was Einkommenszuschüsse auf Berufe betrifft, gelten Bauern und Bergbauern nicht nur als einkommensschwach, sondern auch als subventionswürdig. 86 Prozent der Österreicher halten diese für gerechtfertigt. Anders ist es hingegen bei Künstlern und Kunstschaffenden, bei denen Einkommenszuschüsse und öffentliche Förderungen nur von 38 Prozent der Österreicher akzeptiert und von 55 Prozent abgelehnt werden.

(APA/red)