"Bat Out Of Hell III: The Monster Is Loose": Meat Loaf mit opulentem Hardrock-Drama!

Gleich 3 Metal-Musiker halfen dem 59-Jährigen aus

"Bat Out Of Hell III: The Monster Is Loose": Meat Loaf mit opulentem Hardrock-Drama!

Mit den ersten beiden Teilen von "Bat Out Of Hell" hat Meat Loaf Rock-Geschichte geschrieben: Das erste Album wurde 1977 das erfolgreichste Debüt aller Zeiten, stürmte die Charts in aller Welt und verkaufte sich 35 Millionen Mal. Der zweite Teil "Back To Hell" kam volle 16 Jahre später, ließ 1993 aber wieder alles hinter sich und schraubte die Gesamtauflage der "Bat"-Alben auf bis heute 50 Millionen. Jetzt legt der inzwischen 59-jährige Sänger den nicht mehr für möglich gehaltenen dritten Teil vor und ist überzeugt: "Er ist der Größte."

"The Monster Is Loose" (Universal) bringt die "Bat"-Saga ins neue Jahrzehnt. Eine Trilogie für drei Generationen - ein ganz klein wenig zuckt Meat Loaf bei dem Gedanken zurück. "Jetzt habe ich die Enkel, richtig. Wir haben die Eltern - aber wir kriegen auch die jüngeren Schwestern", sagt er im AP-Interview und lacht. Mit den Gitarristen John 5 (Marylin Manson, Rob Zombie) und Paul Crook (Ex-Anthrax) sowie Nikki Six haben drei Musiker aus der Metal-Szene mitgewirkt, Desmond Child produzierte das Album, und Jim Steinman steuerte sieben der 14 Songs bei.

Mit Marion Raven, Patti Russo und Jennifer Hudson sind drei Sängerinnen dabei, die sich von Meat Loaf bei drei Duetten nicht an die Wand singen lassen. "Nun, es ist 'Bat Out Of Hell III': Ich dachte, da sollten wir drei (Duette) haben", sagt er. "Wir haben drei Alben angestrebt, das war das Ziel: Ich wollte drei, und ich habe nun drei."

Wie es noch dazu kam, darum ranken sich schon Legenden. Wie nach dem ersten "Bat"-Album war die Beziehung zwischen Jim Steinman und Meat Loaf auf einem Tiefpunkt: Damals knallte Meat Loaf durch, hatte Drogenprobleme und verlor vorübergehend seine Stimme. Steinman nahm "Bad For Good", eigentlich als zweites "Bat"-Album geplant, als eigenes auf - Meat Loaf wurde als Sänger ausgebootet. Meat Loaf tauchte in den Achtzigern in mittelmäßige Solo-Produktionen ab und musste sogar wegen zerrütteter Finanzen den Offenbarungseid leisten.

Nach "Back To Hell" stritten Meat Loaf und Steinman um die Rechte an dem Namen "Bat Out Of Hell" - Steinman hatte den Titelschutz auf seinen Namen eingetragen, was Meat Loaf nun daran hinderte, Teil III ohne ihn machen zu können. Die beiden einigten sich schließlich freundschaftlich, wie es hieß.

"Ich erinnere mich, dass ich gerade eine TV-Show machte. Ich war bei 'Wetten, dass' oder einer anderen Show in Deutschland, und Jim Steinman ruft mich auf dem Handy an und sagt, wir machen 'Bat III'. Und ich war mitten im Interview! Und ich saß da und sagte: Ja, meine letzte Tour, und Jim ist am Telefon und sagt: Lass uns 'Bat III' machen."

Steinman erlitt 2003 einen Schlaganfall und war lange in der Regeneration. Das könnte seine Abwesenheit bei der Produktion erklären, obwohl es auch heißt, Meat Loaf habe ihn nicht mehr dabei haben wollen. Produzent wurde Desmond Child, der bereits Singles für Kiss, Aerosmith, Bon Jovi, Cher und Ricky Martin geschrieben hatte. Mehrere Steinman-Songs sind Remakes. (apa/red)