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Basketball: San Antonio
Spurs holen NBA-Meistertitel

Texaner besiegen Miami Heat mit 4:1 und sind damit fünffacher NBA-Champion

Basketball: Die San Antonio Spurs holen sich den Meistertitel. © Bild: imago/ZUMA Press

Die San Antonio Spurs sind seit Sonntag (Ortszeit) fünffacher NBA-Champion. Im fünften Spiel gegen Titelverteidiger Miami Heat feierten die Texaner am Sonntag einen klaren 104:87-(47:40)-Heimsieg und gewannen damit die "best of seven"-Serie 4:1. Miami verpasste dadurch seinen dritten Meistertitel in Serie.

San Antonio startete schwach in die fünfte Finalpartie. Nach sieben Minuten lagen die Spurs bereits 6:22 zurück, ehe sie eine fulminante Aufholjagd starteten. Zur Pause hatte das Heimteam das Match bereits gewendet und lag mit sieben Punkten Vorsprung in Front. Und nach dem dritten Viertel und der 77:58-Führung San Antonios war die Partie praktisch entschieden. Danach spielten die Texaner den Titel locker nach Hause.

Erfolgreiche Revanche der Spurs

Die Spurs nahmen somit erfolgreich Revanche für die hauchdünn verlorene Finalserie im Vorjahr gegen die Heat-Equipe, die sich damals erst nach einem Entscheidungsspiel 4:3 durchgesetzt hatte. "Es ist unglaublich, diesen Titel zu gewinnen nach dem, was im Vorjahr passiert ist. Diese Niederlage beschäftigt mich noch immer, so etwas kann man unmöglich vergessen", erklärte Spurs-Legende Tim Duncan. "Deshalb hatten wir vom ersten Spieltag weg nur ein Ziel: wieder das Finale erreichen und Miami dieses Mal zu besiegen."

Der 38-jährige Center war wie Trainer Gregg Popovich bei allen Meisterschaftsgewinnen der Spurs dabei und schon bei den Titeln 1999, 2003, 2005 und 2007 eine Schlüsselfigur gewesen. "Ich weiß, dass meine Karriere langsam zu Ende geht und ich vielleicht nie wieder so einen Moment wie heute erleben werde. Das ist ein wirklich emotionaler Tag für mich", sagte Duncan, der als erster NBA-Profi in drei verschiedenen Jahrzehnten zu Titelehren gekommen ist.

Tony Parker als neuer Spurs-Teamleader

Mittlerweile hat ihm aber der 32-jährige Franzose Tony Parker den Rang als Spurs-Teamleader abgelaufen. "Ich denke, das war der beste Basketball, den wir in den vergangenen fünf, sechs Jahren gespielt haben. Vor allem die beiden Spiele in Miami, wo wir zweimal mit mehr als 15 Punkten gewonnen haben", erinnerte Point Guard Parker auch an die beiden Glanzleistungen zuvor bei den Gastspielen in Florida.

Bester Werfer bei San Antonio war aber der erst 22-jährige Small Forward Kawhi Leonard mit 22 Punkten. Er wurde auch zum wertvollsten Spieler ("MVP") der Finalserie gekürt. Bei Miami markierte Superstar LeBron James 31 Zähler. Dahinter klaffte ein riesiges Loch, zweitbester Heat-Werfer war Center Chris Bosh mit 13 Zählern.

"Wir haben im ersten Viertel sehr gut begonnen, doch dann waren sie besser als wir und sind deshalb verdient Meister geworden. Sie waren einfach das viel bessere Team und haben uns gezeigt, wie man Basketball spielen muss - selbstlos", betonte James, dass es auf das Kollektiv und nicht individuelle Fähigkeiten ankommt. "Es ist eine große Enttäuschung", meinte Heat-Trainer Erik Spoelstra. "Ein Gefühl wie dieses ist ein unglaublich leeres Gefühl."

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