Bargeldloses Zahlen wird immer beliebter:
"Plastikgeld" ist klar auf dem Vormarsch

Bereits 41% der Rechnungen mit Karten beglichen Allerdings nur 0,7% der Karten-Umsätze mit Quick

Bargeldloses Zahlen wird immer beliebter:
"Plastikgeld" ist klar auf dem Vormarsch

Bargeldloses Zahlen wird immer beliebter. Immer mehr Zahlungen im heimischen Handel erfolgen mit Bankomat-, Kredit- und Kundenkarten oder mit der elektronischen Geldbörse Quick. Derzeit hat die Barzahlung mit 59 Prozent der Umsätze noch die Nase vorn - gegenüber 41 Prozent mit Kartenzahlung.

"Von den Umsätzen her nähern wir uns immer mehr dem Verhältnis 50:50", sagte Ewald Judt, Geschäftsführer der Europay Austria in Wien. "Höhere Beträge werden öfter mit Karte bezahlt", so Judt. Mit Maestro-Karte bezahlte Beträge sind im Durchschnitt fast doppelt so hoch wie Bargeldbeträge. Eine Kreditkartenzahlung hat in der Regel den fünffachen Wert einer Cash-Transaktion. Die durchschnittliche Kaufsumme im Handel liege bei 252 Euro.

Ein anderes Bild zeigt ein Blick auf die Transaktionen: Der überwiegende Teil, nämlich 84 Prozent der Kaufvorgänge im Einzelhandel, erfolgte im Jahr 2005 mit Bargeld. Das geht aus einer Studie der Wirtschaftsuniversität Wien auf Basis von 200 Mio. Transaktion hervor. 59 Prozent der Einzelhandelsumsätze entfallen auf Bargeld, 20 Prozent auf Überweisungen, 15 Prozent auf Bankomat/Maestro und knapp 4 Prozent auf Kreditkarten.

Unter den Karten liegt klar Bankomat/Maestro (61 Prozent) vor Kreditkarten (zusammen 30 Prozent) in Führung. Auf Quick entfallen lediglich 0,7 Prozent der Kartenumsätze. Innerhalb der Kreditkarten beherrschen MasterCard (36 Prozent) und Visa (35 Prozent) das Feld, gefolgt von Diners (16 Prozent) und Amex (13 Prozent).

Der Trend zur Karte geht weiter: Auf Sicht von zehn Jahren könnten bereits 75 Prozent der Handelsumsätze per Kartenzahlung erfolgen. Bargeld werde aber nie verschwinden: "25 Prozent bleiben Bargeld forever", so Judt.

(apa)