Barbie und Ken von

Bis dass der Tod euch scheidet...

Künstlerin versetzt Puppen-Traumpaar in die Realität - die in einer Tragödie endet.

  • Bild 1 von 10 © Bild: Dina Goldstein Photography

    Barbie und Ken in der Realität

    Die heißen Nächte sind für Barbie und Ken längst vorbei. Lieber widmet man sich abends im Bett der Lektüre.

  • Bild 2 von 10 © Bild: Dina Goldstein Photography

    Barbie und Ken in der Realität

    Auch am Morgen steht man sich gegenseitig nur im Weg herum, da der eitle Ken einfach viel zu lange braucht im Bad.

Ein perfektes Leben, alles durch die rosarote Brille sehen. Wer wünscht sich das nicht? Genießen dürfen das Dina Goldstein geht. Diese versetzt das Traumpaar in die Realität – und da sieht es gar nicht mehr so ros(a)ig aus.

Die perfekte Welt von Barbie und Ken, die gibt es im „Dollhouse“ der kanadischen Künstlerin Dina Goldstein nicht. Sie versetzte das ewige Traumpaar in die Realität, und da sieht alles gleich ganz anders aus, wie ihre Foto-Story zeigt.

Heiße Nächte sind vorüber
„In the Dollhouse“ zeigt das echte Leben von Barbie und Ken. Dieses ist alles andere als glamourös, denn die wilden Zeiten des Paares sind vorbei. Statt heißen Nächten gibt es Lesen im Bett und am Morgen steht man sich im Badezimmer im Weg. Außerdem kämpft das Paar mit Kens Metrosexualität. So sitzen die beiden gemeinsam am Tisch, wo Barbie und auch Ken High Heels tragen. Auch beim Schlafen kommt dieses Thema zum Tragen: Beide liegen im Bett, beide mit rosa Schlafmasken – und beide träumen vom gleichen Mann, einem Soldaten, der sie rettet.

Bis zur Tragödie...
Und es ist auch Ken, der den Mann schlussendlich bekommt, wie Gattin Barbie feststellen muss, als sie die beiden eines Tages in flagranti erwischt. Sie hat genug und sucht Veränderung. So schneidet sich die Puppe kurzerhand ihre blonde Mähne ab und kleidet sich in einem Männeranzug. Doch auch die Veränderung kann die Tragödie aufgrund des gescheiterten Lebens nicht abwenden…

Konventionelle Frauenbilder hinterfragt
Dina Goldstein ist bekannt für ihre Kunst, die die konventionellen Konzepte der weiblichen Identität hinterfragt. Auf die Idee mit Barbie und Ken kam die Künstlerin durch ihre siebenjährige Tochter, während deren Spiel sich die Frage aufdrängte, was Ken eigentlich sei für Barbie: Ehemann, Lebensgefährte, nur ein Freund? Auf jeden Fall, so beschloss Goldstein, jemand, der mit seiner eigenen Sexualität zu kämpfen hat und sich in einer lieblosen Ehe wiederfindet. Und Goldstein lässt ihn ausbrechen aus dieser Misere – und seine geheimen Wünsche ausleben. So müssen Barbie als auch Ken endlich der Wahrheit ins Auge blicken – und die Konsequenzen ihrer Handlungen tragen. Zum Glück für die Tochter der Künstlerin, dass sie die Puppen das im Rahmen ihres Fotoprojekts machen lässt.

Weiterführender Link: Dina Goldstein