Trauerfall von

Barbara Prammer verstorben

Nationalratspräsidentin erliegt am Samstag 61-jährig ihrer schweren Krankheit

Barbara Prammer schaut nach oben © Bild: APA/ROBERT JAEGER

Nationalratspräsidentin Barbara Prammer ist am Samstagnachmittag aufgrund ihrer Krebserkrankung im 61. Lebensjahr verstorben. Weggefährten vor allem aus der Sozialdemokratie aber auch über Parteigrenzen hinweg zollten der Frauenpolitikerin am Abend ihren Respekt und sprachen ihr Mitgefühl aus. Bundespräsident Heinz Fischer zeigte sich ebenso wie die Regierungsspitzen tief betroffen.

Nach Angaben ihres Sprechers Gerhard Marschall starb Barbara Prammer im Kreise ihrer Familie. Nähere Infos wird es am Sonntag um 11.00 Uhr im Parlament (Abgeordnetensprechzimmer) geben, hieß es. Bundespräsident Heinz Fischer zeigte sich erschüttert. "Die Nachricht erfüllt uns mit tiefster Traurigkeit", wurde Fischer am Samstagabend in einer Aussendung der Präsidentschaftskanzlei zitiert.

"Barbara Prammer war eine der großen Frauenpersönlichkeiten im öffentlichen Leben unseres Landes und auch über die Grenzen unseres Landes hinaus bekannt und geschätzt. Sie war eine engagierte und unbestrittene Präsidentin des österreichischen Nationalrats, eine führende Sozialdemokratin und eine absolut integre Politikerin, der ich mich auch persönlich sehr verbunden fühlte", so der Bundespräsident.

Prammer und Fischer
© APA/ROLAND SCHLAGER Heinz Fischer verliert eine langjährige Polit-Gefährtin

Beliebte Politikerin und Präsidentschafts-Aspirantin

Seit fast acht Jahren war Prammer Chefin des Hohen Hauses. Seitdem hat sie beim Volk stetig an Beliebtheit dazugewonnen. War sie als Frauenministerin unter Viktor Klima noch bei weitem nicht der Liebling der Massen, war die langjährige SPÖ-Frauenchefin im APA/OGM-Vertrauensindex mittlerweile beständig die erste Verfolgerin von Bundespräsident Heinz Fischer.

Die im September öffentlich gemachte Erkrankung tat der Beliebtheit keinen Abbruch, im Gegenteil. Trotz ihrer Erkrankung blieb die als diszipliniert geltende Parlamentschefin im Amt. Zumindest bis zur Bekanntgabe ihrer Erkrankung galt Prammer lange Zeit - neben Sozialminister Rudolf Hundstorfer - als logische SPÖ-Kandidatin für die nächste Hofburg-Wahl.

Polit-Granden tief betroffen

Prammers Tod hat quer durch die politischen Parteien tiefe Betroffenheit hervorgerufen. Bundeskanzler Werner Fayman erklärte: "Ihr früher Tod hinterlässt große Betroffenheit und Trauer." Vizekanzler Michael Spindelegger sagte: "Die österreichische Politik verliert eine starke Persönlichkeit".

"Barbara Prammer war eine bedeutende Sozialdemokratin, engagierte Frauenpolitikerin, große Demokratin und seit 2006 eine hervorragende Nationalratspräsidentin", so Faymann laut Aussendung in einer ersten Stellungnahme.

Barbara Prammer
© APA/HERBERT NEUBAUER Prammer "trat für ein Miteinander in der Gesellschaft ein"

Prammer als "Kämpferin für Gleichstellung der Frauen" gelobt

"Sie sah sich selbst als Kind der Kreisky-Zeit und hat nie aufgehört, an eine Zukunft zu glauben, in der soziale Gerechtigkeit und Chancengleichheit zur Selbstverständlichkeit geworden sind." Als Kämpferin für die Gleichstellung der Frauen habe sie die Gesellschaft ebenso geprägt wie mit ihrem Engagement, junge Menschen für Demokratie und politische Mitsprache zu begeistern.

"Ganz besonders stark war ihr Eintreten für ein Miteinander in der Gesellschaft, gegen Verhetzung, Rassismus und Antisemitismus. Barbara Prammer war es ein großes Anliegen, dass die Gräuel des Nationalsozialismus, auch und besonders von jungen Menschen, nicht vergessen werden", meinte der Bundeskanzler.

Spindelegger lobt Lösungs- und Konsensorientiertheit

Spindelegger teilte mit: "Zeit ihrer politischen Laufbahn hat Barbara Prammer in verschiedenen Funktionen auf Landes- und Bundesebene gewirkt, in denen sie lösungs- und konsensorientiert für die Menschen in diesem Land gearbeitet hat. " Prammer sei "über die Parteigrenzen hinweg für ihre Arbeit wertgeschätzt worden".

Der ÖVP-Bundesparteiobmann unterstrich: "Barbara Prammer hat stets klare Positionen bezogen und sich als überzeugte Demokratin und Österreicherin durch ihre sachpolitische Arbeit ausgezeichnet." Die Nationalratspräsidentin hinterlasse eine große Lücke in der österreichischen Politik.

Kommentare


Auch wenn ich mit den roten nichts am Hut hab. Aber Barbara Prammer hatte das Herz am rechten Fleck, und war eine Frau mit nem starken Kreuz!! Ruhe in Frieden!

Das tut mir jetzt echt leid. Auch wenn ich nicht oft mit ihren Aussagen einverstanden war, habe ich sie doch als eine der integersten und ehrlichsten Persönlichkeiten in unserer Politlandschaft gehalten. Und ich hätte ihr so sehr gewünscht, dass sie ihre Krankheit besiegt.
R.I.P., Frau Prammer.

Hoffentlich befasst sich das Parlament bald nicht mehr mit der Nabelbeschau vermittels des Einkommens von Politikern, ausser zum Termin der Nabelbeschau des Einkommens. Ich weiss ncht: War Sie nicht Raucherin, dann haette Sie ja von den EU Plakaten geheilt werden koennen. Dieser zynische Satz den gebe ich dem Parlament zurueck. Dort gehoert er hin.

Muss gestehen meine Oma und meine Kinder sind mir mehr wert als ein rassistisches und korruptes Parlament in der Trauer. Jeder mit Anliegen, der die Dummaeusserungen unserer Politiker Ausnahme Antwort weniger dumm von FPOelern kennt MUSS und das ist der Skandal MUSS hier ein KLEINERES, wenn auch hoefliches MEIN BEILEID posten.

Wie würdelos ist die Überschrift von NEWS:
Prammer tot
Leute. Hirn .Regen: ich Bin daneben gestanden ist euer auftrag.
Worm

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