Barack Obama setzt Siegesserie weiter fort:
Gewann in Maine mit 58 % gegen Clinton

Kopf an Kopf: Obama liegt mit Clinton fast gleichauf Spannendes Rennen um demokratische Kandidatur

Barack Obama setzt Siegesserie weiter fort:
Gewann in Maine mit 58 % gegen Clinton © Bild: AP/Krupa

Barack Obama hat seine Siegesserie im Kampf um die Präsidentschaftskandidatur der US-Demokraten fortgesetzt. Bei den Wählerversammlungen in dem nordöstlichen Bundesstaat Maine setzte sich Obama mit 58 zu 41 Prozent gegen seine Rivalin Hillary Clinton durch. Insgesamt wurden in Maine 34 Delegiertenstimmen für den Nominierungskongress der Demokraten vergeben.

Nach Berechnungen des unabhängigen Meinungsforschungsinstitut RealClearPolitics schrumpfte Clintons Vorsprung gegenüber Obama mit dem Wahlgang in Maine auf gerade einmal drei Delegierte. Clinton kann demnach nach jetzigem mit 1.123 Delegiertenstimmen auf dem Parteitag der Demokraten zur endgültigen Kür eines Präsidentschaftskandidaten rechnen, Obama mit 1.120. Nach dem enttäuschenden Abschneiden Clintons trat indes ihre Wahlkampf-Chefin Patti Solis Doyle zurück.

Obama auch weiter vorne?
Das Rennen um die demokratische Präsidentschaftskandidatur wird in den Bundesstaaten Virginia, Maryland und in der US-Hauptstadt Washington DC fortgesetzt. Umfragen sehen auch dort Barack Obama in der Gunst der Wähler vor Hillary Clinton. Obama sieht diese drei Vorwahlen, bei denen es um insgesamt 237 Delegiertenstimmen geht, als entscheidend in seinem Kampf gegen Clinton an. "Wenn ihr am Dienstag für mich stimmt, werden wir nicht nur in Virginia gewinnen, wir werden die Nominierung und die Präsidentschaft gewinnen", sagte Obama bei einer Wahlkampfveranstaltung in Richmond.

Bush attackiert Clinton und Obama
US-Präsident George W. Bush griff indes die beiden demokratischen Präsidentschaftsanwärter an. Hillary Clinton mache einen "großen taktischen Fehler", wenn sie ihn und seine Politik in den Mittelpunkt ihres Wahlkampfes stelle, sagte er dem US-Fernsehsender Fox News. Über Obama sagte der Republikaner Bush: "Ich weiß jedenfalls nicht, woran er glaubt." Die einzige außenpolitische Aussage Obamas, an die er sich erinnere, sei, dass er Pakistan angreifen werde. Obamas Sprecher Bill Burton wies die Kritik zurück. "Barack Obama braucht keinerlei außenpolitischen Rat vom Architekten der schlimmsten außenpolitischen Entscheidung in einem gesamten Menschenalter", sagte er mit Blick auf den Irak-Krieg.

Dem republikanischen Favoriten im Rennen um die Präsidentschaftskandidatur, John McCain, stellte Bush seine Unterstützung in Aussicht. Zugleich machte der US-Präsident deutlich, dass sich Senator McCain seine Unterstützung noch verdienen müsse: "Ich denke, wenn John der Nominierte ist, hat er Überzeugungsarbeit zu leisten, um die Menschen zu überzeugen, dass er ein zuverlässiger Konservativer ist." Für die Vorwahlen, bei denen bei den Republikanern neben McCain der frühere Gouverneur von Arkansas, Mike Huckabee, antritt, wollte Bush jedoch keine Wahlempfehlung aussprechen.

(APA/red)