Bankomaten-Ausfall in ganz Österreich:
Hardware-Defekt legte Betrieb kurz lahm

425.000 Geräte für zwei Stunden lang betroffen Kunden wurde teilweise auch Karten eingezogen

In ganz Österreich ist es kurzfristig zu einem großflächigen Ausfall im gesamten Bankomatnetz gekommen. Ein Hardware-Defekt sorgte dafür, dass Kunden in weiten Teilen kein Geld beheben oder in Geschäften mit Karte zahlen konnten. Nach dreieinhalb Stunden hatte das Rechenzentrum das Problem vollständig behoben. Wie viele Geräte und Regionen genau betroffen waren, soll in den nächsten Tagen festgestellt werden.

Bankomaten-Ausfall in ganz Österreich:
Hardware-Defekt legte Betrieb kurz lahm © Bild: APA/EPA/Newald

Vielerorts konnten Kunden für mindestens eine Stunde ihre Bankomatkarten nicht benutzen, teilweise wurden diese von den Geräten eingezogen, sagte "First Data Austria"-Sprecherin Susanne Stöger. "Wir haben einen Hardware-Defekt auf dem Teil eines Zentralrechners im Teil des Bankomatkarten-Netzes." Das Unternehmen ist für das Rechenzentrum des österreichweiten Bankomat-Betriebs mit 425.000 Geräten verantwortlich.

Kunden berichteten, dass in großen Teilen Wiens und Klagenfurts keine Bargeldbehebung möglich waren. Die betroffenen Bankomaten würden Schritt für Schritt wieder in Betrieb genommen, so Stöger. Der Defekt betraf nur einen kleinen Teil der Maschinen, nach gut zwei Stunden war ein Großteil der Bankomaten wieder funktionstüchtig.

Karte schlucken statt Geld spucken
Besonders hart traf es jene Kunden, die Geldautomaten der Bankfoyers benutzten. Die Geräte erkannten - zum Beispiel in der Kärntner Landeshauptstadt Klagenfurt - bankfremde Karten nicht und verschluckten sie mit dem Hinweis "Karte wird aus Sicherheitsgründen eingezogen". Einige Kunden hätten von Problemen beim Beheben bei fremden Geldinstituten berichtet, zum Teil seien die Karten nicht mehr ausgegeben worden, bestätigte Stöger. Betroffene würden ihre Karten bei ihren Hausbanken zurück erhalten. Keine Probleme gab es während des Ausfalls bei Geldbehebungen am eigenen Bankinstitut. (APA/red)