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Al Jaber klagt Bank Austria

Millionen-Klage des Investors wegen Verletzung des Bankgeheimnisses

Banken - Al Jaber klagt Bank Austria © Bild: APA/Techt

Der saudisch-österreichische Investor Mohamed Al Jaber hat die Bank Austria auf Schadenersatz in Höhe von einer Million Euro geklagt. Die Klage wurde von der Wiener Rechtsanwaltskanzlei Kerres Partners eingebracht, sagte Al Jabers Sprecher Alfred Autischer am Donnerstagabend. Al Jaber wirft der Bank Kreditschädigung u.a. durch wiederholte Verletzung des Bankgeheimnisses und des Datenschutzes vor.

Die Klagssumme könne auch auf das Zigfache ausgedehnt werden, heißt es weiter. Das Geldinstitut habe Al Jaber ab April 2011 mehrfach öffentlich Zahlungsunfähigkeit unterstellt und damit seine Kreditwürdigkeit geschädigt, so der Vorwurf. Aufgrund eines Rechtsstreits mit einer Londoner Bank sei es bei den österreichischen Gesellschaften von Al Jabers Firma MBI International ab dem Frühjahr 2011 zu Engpässen in der Liquidität gekommen - zahlungsunfähig sei er aber zu keinem Zeitpunkt gewesen, heißt es in der Mitteilung weiter.

Das Publik-Machen von Zahlungsproblemen in Österreich soll Al Jaber international viel Geld gekostet haben. Nicht nur die Bank Austria stellte damals 9 Millionen Euro fällig, auch Banken im arabischen und englischen Raum reagierten ähnlich. Al Jaber verfügt angeblich über ein Gutachten eines internationalen Wirtschaftsprüfers, das den Schaden mit 700 bis 800 Mio. Dollar beziffert.

Klage dieser Art einmalig in Österreich
Laut Silvia König von der Kanzlei Kerres Partners handelt es sich um die erste Klage dieser Art in Österreich. "Erstmals werden in Österreich Schadenersatzforderungen wegen Verletzung des Bankgeheimnisses aufgrund medialer Berichterstattung gegen ein Kreditinstitut geltend gemacht."

Al Jaber hat in Österreich unter anderem mit seinem geplanten Einstieg bei der AUA und dem Hin und Her bei der Tiroler Skifirma Kneissl für Aussehen gesorgt. Bei Kneissl ließ er mehrere Zahlungsfristen verstreichen, die Firma schlitterte in die Pleite. Mittlerweile ist sie aber wieder in seinen Händen.

Kommentare

Ignaz-Kutschnberger
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Hmm... Was lernt man daraus: Wenn du knapp bei Kasse bist und nicht weißt woher du Geld bekommen sollst, verklagst einfach eine Bank wegen Rufschädigung... :-)

Ignaz-Kutschnberger
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... Ich verklage jetzt auch meine Hausbank auf 5 Mille... dann einige ich mich mit ihr, dass sie nur 10 % und die Anwaltskosten zahlen muss *grins... Und Herrn Mohmamed möchte ich ein österr. Sprichwort kundtun, das er vielleicht noch nicht kennt... Ist der Ruf erst mal ruiniert, lebt sich s leichter ungeniert... Möge sich davon jetzt betroffen fühlen, wer wolle *grins

Ignaz-Kutschnberger
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An die Rechtsanwaltskanzlei Kerres Partners... also nachdem es um den Ruf Ihres Klienten scheinbar nicht so gut steht, hoffe ich, dass Sie bereits im Vorfeld Ihre Gage kassiert haben...nicht dass Sie am Ende womöglich dann noch das Nachsehen haben :-)

Der Münchhausen des Orients Mehr ist darüber nicht zu sagen.

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