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Bank Austria mit Rekordverlust

Tiefrote Spur mit Nettoverlust von 1,6 Millarden Euro nach riesigen Abschreibungen

Finanzen - Bank Austria mit Rekordverlust © Bild: REUTERS/Leonhard Foeger

Die italienische Großbank UniCredit, Mutterkonzern der Bank Austria ist im vergangenen Jahr tief in die roten Zahlen gerutscht. Die Bank Austria folgte ihr dabei.

Wegen Abschreibungen auf Firmenwerte sowie zusätzlichen Rückstellungen für faule Kredite fiel bei der UniCredit ein Verlust von 14 Mrd. Euro an, wie der Konzern am Dienstag im Mailand mitteilte. Von Reuters befragte Analysten hatten die Sonderlasten offenbar nicht erwartet. Denn sie hatten mit einem Gewinn von gut 916 Millionen Euro gerechnet. Dieses Jahr soll es wieder aufwärtsgehen. Das Mailänder Institut kalkuliert mit einem Gewinn von rund zwei Milliarden Euro. An der Börse stiegen UniCredit-Aktien um mehr als vier Prozent.

Minus von 15 Milliarden Euro

Die Wertberichtigungen in der Bilanz wurden im vierten Quartal gebucht, so dass allein in den letzten drei Monaten des Jahres ein Minus von 15 Milliarden Euro entstand. Komplett sei unter anderem der Firmenwert auf Aktivitäten in Italien und Österreich abgeschrieben worden. Riesige Abschreibungen auf Banktöchter im Ausmaß von 2 Mrd. Euro haben in der Bilanz 2013 der Bank Austria eine tiefrote Spur hinterlassen. Weil alle Firmenwerte von Banktöchtern in Zentral/Osteuropa auf null gestellt wurden, bleibt unterm Strich im Abschluss der Wiener UniCredit-Tochter ein Nettoverlust von 1,6 Mrd. Euro.

UniCredit ist die größte Bank Italiens. Das Land kämpft sich gerade mühsam aus der längsten Rezession seit dem Zweiten Weltkrieg heraus. Viele Verbraucher und Firmen können ihre Schulden derzeit nicht zurückzahlen. Die Rückstellungen für faule Kredite summierten sich bei der UniCredit 2013 auf 13,7 Milliarden Euro. Das ist mehr als drei Mal so viel, wie Analysten erwartet hatten. Die UniCredit versucht damit vor dem EZB-Stresstest, ihre Bilanz aufzuräumen.

Die Münchner HVB, bei der das Investmentbanking der Gruppe gebündelt ist, ist seit Jahren eine wichtige Stütze von UniCredit. In den ersten neun Monaten fuhr die HVB einen Vorsteuergewinn von 1,6 Milliarden Euro ein. Die Zahlen für 2013 legt die Bank am Mittwoch vor. Vor einem Jahr hatte die HVB eine Sonderdividende nach Mailand überwiesen, um die Kapitaldecke der UniCredit zu stärken. Die Italiener sehen allerdings derzeit keinen Bedarf, frisches Kapital aufzunehmen. Das dürfte in München für Erleichterung sorgen.

Kommentare

TomSmith melden

Und haben die für Madoff vorgesorgt???? In mehrfacher Hinsicht.
Wer das kürzlich erschiene Buch „Pyramid Games“ von Michael Leidig gelesen
hat – gibt es derzeit nur auf Englisch – dem ist klar, dass da noch einiges
nachkommt. Das sieht ja aus als würden konsequent interne Machenschaften
zugedeckt werden.

TomSmith melden

Das riecht nach Mittäterschaft etc. Das wird nicht ewig
gehen…….da hängen einige, gestern im Fernsehen den Herrn Xander in
Handschellen gesehen…….Zeichen an der Wand??

Oliver-Berg

Die Bank Austria zahlt keine Steuern für 2013 und aufgrund des Verlustvortrages für 2014 nur 25 % der Steuern, die sie ansonsten gezahlt hätte. Und wieder muss eine Krise (Krimkrise) für eine Steuer- Optimierung eines ausländischen Bankinstitutes in Österreich herhalten. Es ist kein Rettungspaket erforderlich.

Oliver-Berg

Allen vorherigen Postern zum Trotz. Eine Firmenwertabschreibung, die zum Verlust bei einem operativen Ergebnis von etwa 900 Mio EUR vor Firmenwertabschreibung reduziert die Körperschaftssteuern auf 0 und ist nicht ausgabenwirksam. Somit zahlt die Bank Austria keine Steuern für 2013 in Österreich. Eine Rettungsdiskussion ist entbehrlich.

Hey, die Bank können wir auch noch retten - die alte rote BACA - super, kein Problem, schnell eine Staatshaftung - los gehts Schwindeliger, stell die Bank gleich unter Staatshoheit wie Dein Raiffeisen Pröll es gemacht hat....

christian95 melden

Wo ist da unser bekannter Entfesselungskünstler?
"Programm zur Entfesselung der Wirtschaft umsetzen". "Die ÖVP hat erneut Verantwortung für Österreich übernommen und Österreich finanziell auf gesunde Beine gestellt" ... aber das war VOR der Wahl.
Trotzdem wählen über 50% weiterhin SPÖ+ÖVP.

stabilis melden

Nein, nur rund 30% haben Rot / Schwarz gewählt - leider sind nicht alle wählen gegangen! Aber ich gebe Dir recht - wie dumm dumm sind die Menschen die Rot / Schwarz wählen. Das müssen Menschen sein denen man direkt ins Gesicht lügen kann und die zu blöd sind das zu erkennen!

galileo2
galileo2 melden

ups.... i glaub, i werd mei geld gleich mal vom konto abheben, bevors wer anderer tut.

christian95 melden

Auch bei der Bank Austria ist es kein Nachteil ein Parteibuch von SPÖ oder ÖVP zu haben. Das hebt sofort die Qualifikation, - alles andere zahlt ohnehin der Steuerzahler.

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