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Bandion-Ortner: Heftige
Kritik nach Schock-Aussage

"Nicht jeden Freitag wird in Saudi-Arabien geköpft" - Richter über Sager bestürzt

Islam - Bandion-Ortner: Heftige
Kritik nach Schock-Aussage © Bild: News Herrgott Ricardo

Claudia Bandion-Ortner hat am Wochenende im profil-Interview geschockt: "Nicht jeden Freitag wird geköpft", sagt die Ex-Justizministerin über Saudi-Arabien. Nicht nur Amnesty International zeigte sich daraufhin bestürzt, auch die Richtervereinigung kritisiert die Aussage scharf. Doch hat der umstrittene Sager auch Konsequenzen?

Diese "Verharmlosung der Todesstrafe" sei "eigentlich schockierend", sagt der Vorsitzende der Richtervereinigung Werner Zinkl. Gleiches gelte auch für Bandion-Ortners Aussagen zur verpflichtenden Verhüllung von Frauen in Saudi-Arabien. Zur "Abaya", einem traditionellen islamischen Kleidungsstück für Frauen, meinte sie im Interview nämlich: "Ein angenehmes Kleidungsstück. Sie hat mich ein bisschen an den Talar erinnert." Auch diesen Vergleich mit der Richter-Kleidung sieht Zinkl als "sehr bedenklich".

Bandion-Ortner ist Vize-Generalsekretärin des größtenteils von Saudi-Arabien finanzierten König Abdullah Dialog-Zentrums in Wien.

Keine Sanktionen vorgesehen

Er verstehe Bandion-Ortner nicht, meint der Richter-Präsident. Denn eigentlich wäre es angemessen gewesen, wenn sie sich bei einem Besuch in Saudi-Arabien dort gegen die Todesstrafe ausgesprochen hätte. Stattdessen verharmlose sie diese.

Standesrechtliche Konsequenzen hat Bandion-Ortner offenbar nicht zu befürchten. Laut Zinkl gibt es zwar eine Ethik-Richtlinie der Richtervereinigung. Sanktionen sind bei dieser derzeit aber nicht vorgesehen. Man setze auf die Eigenverantwortung.

Bandion-Ortner verteidigt sich

Bandion-Ortner fühlt sich nach ihrem "profil"-Interview missinterpretiert. In einer schriftlichen Stellungnahme des König-Abdullah-Zentrums beklagt sie sich, das Interview sei nicht autorisiert, nicht korrekt und aus dem Kontext gerissen. Zudem heißt es in der Aussendung, dass Bandion-Ortner wiederholt ihre klare Ablehnung der Todesstrafe geäußert habe. Freilich ist diese ablehnende Haltung auch dem "profil"-Text zu entnehmen. Über die schriftliche Stellungnahme hinaus wolle sie sich zu dem Thema öffentlich nicht äußern, so Bandion-Ortner.

Das Nachrichtenmagazin "profil" dementiert, dass das Interview mit Claudia Bandion-Ortner nicht autorisiert worden sei. Zwar wurde bei der Autorisierung der Satz bezüglich "Todesstrafe nicht jeden Freitag" vom Sprecher des König-Abdullah-Institus herausgestrichen, von "profil" aber wieder integriert, da er im auf Tonband aufgenommenen Interview gefallen war. Der Sprecher wurde darüber informiert.

Amnesty spricht von Menschenrechtsskandal

Der Generalsekretär von Amnesty International Österreich, Heinz Patzelt, hatte zuvor die Äußerungen von Bandion-Ortner als "handfesten Menschenrechtsskandal" kritisiert. Sie verharmlose die Hinrichtungspraxis in Saudi-Arabien, das zu den "Top 5" jener Länder gehöre, in denen Menschen exekutiert werden, so Patzelt in der ZiB. Nach Angaben von Amnesty International wurden in Saudi-Arabien 2013 mindestens 79 Todesurteile vollstreckt. 2014 wurden bisher 60 Menschen hingerichtet.

Kurz verlangt Klarstellung

Außenminister Sebastian Kurz hat erst vor kurzem das Abdullah-Dialogzentrum wegen der IS-Terrormiliz in die Pflicht genommen: "Das Wiener Zentrum soll kein Feigenblatt sein. Der Erfolg des Zentrums misst sich letztlich daran, inwieweit der gegenseitige Respekt der Religionen auch in die Tat umgesetzt wird. Die freie Ausübung der Religion ist in Saudi-Arabien bis dato rechtlich nicht realisiert", sagt Kurz. Laut der Tageszeitung "Heute" hat Kurz von Bandion-Ortner eine Klarstellung ihrer Äußerung verlangt.

Kommentare

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Keine Konsequenzen ?????, ja, gibts denn so was. Ja, in österreich gibts das. Eine Schande ist dies wirklich. Richter, steht auf und tut was

strizzi49 melden

Wieso Konsequenzen? Sie hat ja nicht als Richterin gesprochen, sondern als Privatperson und in Österreich herrscht REDEFREIHEIT und MEINUNGSFREIHEIT !!!
Was soll also das Geschrei nach Konsequenzen?

die konnte nur über ihrer designer-brillensammlung quatschen.

ja, die ist das. nur Beatrix karl war eine noch schlimmere justizministerin.

Menschlich betrachtet halte ich diese Frau für schwer bedenklich. War es denn nicht auch sie, die die Tierschützer so richtig ins Messer laufen ließ?

als ministerin war sie schonb zum kotzen! und sie hat noch immer einen Job?! wie ist das möglich?! mehrere hunderttausende arbeitslose gibt es in diesem land, aber so eine darf arbeiten?! schäme dich Österreich?

Frau Bandion sagt eigentlich genau das, was man auch von ihr erwartet. So schätzt man sie ein und so ist sie nun mal. Viel schlimmer die Tatsache, dass das mal die höchste Frau in der österreichischen Justiz war.

@smartpetzie2 > da hat sie sich doch dabei selbst ins Knie geschossen>Wes Brot ich ess des Lied ich sing>wird aber von denen bezahlt. Ja es gibl leider viele *blondies* M&W in unseren EX-Ministern.
und sie war unter den *Euch* gewählte !! als Justitze gewesen, schande über euch

eash melden

@smartpetzie, > da leigst mal falsch denn:audia Bandion-Ortner hat am Wochenende im profil-Interview geschockt: "Nicht jeden Freitag wird geköpft", sagt die Ex-Justizministerin über Saudi-Arabien. Nicht nur Amnesty International zeigte sich daraufhin bestürzt, auch die Richtervereinigung kritisiert die Aussage scharf. Doch hat der umstrittene Sager auch Konsequenzen?,

strizzi49 melden

Warum Konsequenzen? Sie ist in keinem öffentlichen Amt, also darf sie sagen, was sie will!
Wir haben Rede- und Meinungsfreiheit in Österreich! Es ist völlig wurscht, was sie früher einmal war! Soweit kommt es noch, dass man nicht mehr seine Meinung sagen darf!

"Wes Brot ich ess des Lied ich sing"! Dieser mittelalterliche Spruch ist heute treffender denn je.

hornblower melden

hier sieht man, welche iq unsere politiker haben.

strizzi49 melden

Sie ist nicht mehr Politikerin! Und was den IQ anbelangt, würde ich hier nicht mit Steinen werfen!

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