Bammer und Paszek in Rom ausgeschieden:
Kranke Bammer aber nicht konkurrenzfähig

Niederlage gegen Slowakin Hantuchova mit 1:6, 2:6 Paszek beschäftigte Serbin Jankovic trotz Niederlage

Für die Österreicherinnen Sybille Bammer und Tamira Paszek ist in der zweiten Runde des Tennis-Turniers in Rom Endstation gewesen. Die gesundheitlich angeschlagene Bammer unterlag der als Nummer neun gesetzten Slowakin Daniela Hantuchova 1:6,2:6, Paszek hatte davor gegen die auf Position drei eingestufte Serbin Jelena Jankovic trotz einer 3:6,4:6-Niederlage recht gut mitgehalten.

Hantuchova gelang gegen Bammer die Revanche für die Viertelfinal-Niederlage Anfang April in Amelia Island, stellte im Head-to-Head auf eine 2:1-Führung. Doch die Oberösterreicherin war weit von ihrer Bestform entfernt. Trainer Jürgen Waber: "Sybille hat in der Nacht plötzlich Schüttelfrost bekommen und über Übelkeit geklagt. Ich habe ihr eigentlich geraten, nicht zu spielen. Aber sie wollte."

Das Resultat war eine Vorstellung, bei der Bammer nach jedem Ballwechsel Husten musste. Erst bei 0:4 gelang der 27-Jährigen der einzige Gamegewinn in Satz eins, im zweiten Durchgang reichte es nur zu deren zwei. Nach 74 Minuten war die Partie gelaufen. Waber: "So hat das keinen Sinn, man muss auf die Signale des Körpers hören. Sybille hustet schon seit dem Fed Cup (Anm.: 21./22. April). Jetzt muss sie bis Paris gesund werden."

Österreichs Nummer eins reist nun zur Vorbereitung auf das zweite Grand-Slam-Turnier 2007 nach Hause, Paszek ebenfalls. Die 16-Jährige wird in Dornbirn mit viel Selbstvertrauen ankommen, nachdem sie in Rom als Qualifikantin auch Jankovic zumindest zeitweise beschäftigte. Im ersten Satz hielt die Vorarlbegerin bis zum 3:3 mit, ehe ihre Gegnerin mit sechs Game-Gewinnen en suite die Weichen zum Sieg nach 87 Minuten stellte.

"Gute Partie von uns beiden"
"Es war eine sehr gute Partie von uns beiden", erklärte Paszek. "Für mich war es das bisher beste Sandplatz-Turnier überhaupt." Die Schülerin hatte in der Qualifikation die Niederländerin Michaella Krajicek und in Hauptrunde eins die Australierin Nicole Pratt besiegt. "Jankovic ist als Top-10-Spielerin aber schon erfahrener", erklärte die Turniersiegerin von Portoroz 2006. "Da war ich eher in der Rolle einer Schülerin. Aber ich nehme gute Erfahrungen mit."

Paszek freut sich nun auf das Turnier in Paris, und Coach Larry Passos sieht seinen Schützling gerüstet. "Das war ein großes Turnier von ihr, sie ist auf einem guten Weg", meinte der Brasilianer. In der nächsten Weltrangliste dürfte Paszek erstmals in ihrer Karriere unter den Top 70 aufscheinen, ihr derzeitiges Ranking-Hoch von 78 wird sie auf jeden Fall verbessern.

Auch Mauresmo out
Ausgeschieden ist mit Amelie Mauresmo auch die Nummer eins des Turniers in Rom. Die Französin bezog gegen Samantha Stosur eine Dreisatz-Niederlage, beim Fed-Cup-Duell vor drei Wochen in Dornbirn hatte die Australierin ebenfalls auf Sand gegen Paszek und Bammer nicht einen Satz gewonnen.

(apa/red)