Ballmode abseits der Modelmaße 90-60-90:
Wie Sie Problemzonen perfekt kaschieren

Modeexpertin gibt nützliche Tipps für die Ballnacht Was passt, wovon sollten Sie lieber die Finger lassen?

Ballmode abseits der Modelmaße 90-60-90:
Wie Sie Problemzonen perfekt kaschieren © Bild: Reuters/Tessier

Figurbetont, tief ausgeschnitten oder mit hohem Beinschlitz: Abendmode für rauschende Ballnächte verlangt nicht nur Eleganz, sondern idealerweise auch die Modelmaße 90-60-90. Voraussetzungen, die - vor allem nach den Schlemmerorgien der Weihnachtsfeiertage - weit entfernt von der Realität sind. In einer Ballrobe kann man aber auch trotz Problemzonen glänzen. Sofern man auf eine gelungene Symbiose zwischen Figur, Schnitt und Stoff achtet.

Tailliert, mit weitem oder schmalem Rock, trägerlos oder mit V-Ausschnitt: Zu welchen Modellen man greifen und wovon man besser die Finger lassen sollte, hängt vor allem von den Proportionen ab, verrät Stilberaterin und Einkaufsbegleiterin Maria Guzmits-Akimesko im APA-Gespräch. Die Schnitt-Auswahl beginnt bereits bei der Körpergröße. "Ich würde großen Frauen nicht den Empire-Stil empfehlen, weil er die Beine verlängert und den Oberkörper noch kürzer macht", so die Expertin. Taillierte Modelle seien deutlich besser.

Kleine Damen
Schulterfreie Roben sind unvorteilhaft, auch von Zweiteilern sollte man besser die Finger lassen. Beide Schnitt-Varianten können dafür sorgen, dass der Körper "abgeschnitten" wirke, erklärte Guzmits-Akimesko. Wer größer wirken will, sollte zu Kleidern mit Neck-Holdern greifen, die optisch verlängern.

Breite Schultern
Modelle mit Nackenträger sind auch für das Kaschieren von breiten Schultern empfehlenswert, da sie, wie gekreuzte Träger, die Rückenfläche unterbrechen. Schlecht sind hingegen Bustier-Kleider, die wiederum bei schmalen Schultern zum Hingucker werden können, verrät die Stilberaterin.

Akzente setzen
"Grundsätzlich gilt, dass man immer das betont, was man an sich besonders mag", so Guzmits-Akimesko. Mit Farbakzenten, auffallenden Schmuckstücken, einer kunstvollen Frisur oder schönen Schuhen kann man die Blicke gezielt auf die Schokoladenseite - Beine, Dekollete oder Taille - lenken und gleichzeitig von Problemzonen weg steuern.

Empire-Stil
Vorsicht ist vor allem bei Trends geboten, die sich nicht für jede Figur eignen: Der Empire-Stil sieht beispielsweise bei Frauen mit kleinem Busen schön aus, auch zum Verstecken eines kleinen Bäuchleins, empfiehlt sich die direkt unter der Brust angesetzte Taillierung des Schnitts. Wer mehr Holz vor der Hütte hat, sollte den Trend allerdings meiden, um nicht an einen oben abgeschnürten Ballon zu erinnern. Hübsch sind bei ausgeprägten weiblichen Rundungen Kleider mit tief angesetzter Taille und Neck-Holder, so die Stilberaterin.

Breite Hüften
Breite Hüften und Hintern kaschiert man am besten mit geraden oder glockigen und nicht zu eng geschnittenen Röcken. Weichfallende Stoffe verschmälern die Silhouette deutlich besser als steifer Taft. Sehr schlanke Frauen können laut Guzmits-Akimesko mit dem Lagen-Look hingegen eine nicht vorhandene Taille vortäuschen.

Betonen oder verstecken
Ein Kleid das allen Figur-Vorzügen und Problemzonen gleichermaßen entgegenkommt, findet man nur schwer. Man sollte daher bewusst abwägen, was man betonen und was versteckten will, rät Guzmits-Akimesko. "Man kann mit Problemzonen immer so umgehen, dass man sie bewusst herzeigt oder kaschiert." Ein ausladendes Hinterteil kann dank einer Masche ebenso zum Hingucker werden, wie breite Schultern in einem rückenfreien Kleid. Gutes Beispiel für diese Taktik ist die Popsängerin Jennifer Lopez, die ihren weiblichen Po durch ihre Outfits bei Auftritten meist unterstreicht. (apa/red)